Oktober 2007

31. Oktober 2007 mz-web.de: Tätersuche nach brutalem Überfall auf zwei Punker

Angreifer aus der rechten Szene verprügeln Jugendliche – Zeugen gesucht
erstellt 29.10.07, 13:46h, aktualisiert 29.10.07, 13:46h
Bitterfeld-Wolfen/dpa. Nach dem brutalen Überfall auf zwei jugendliche Punker in Bitterfeld-Wolfen am Samstag fehlt von den Tätern weiter jede Spur. Die Polizei rief am Montag nochmals mögliche Zeugen auf, sich umgehend zu melden. Die Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung übernahm der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz, weil es sich bei den kahlköpfigen und mit Bomberjacken bekleideten Angreifern vermutlich um Angehörige der rechtsextremen Szene gehandelt hat. weiter…

mz-web.de: Zivilcourage eingefordert

Schüler diskutieren mit Politikern nach Überfall auf Jugendlichen aus Leuna
von Gert Glowinski, 29.10.07, 18:20h, aktualisiert 29.10.07, 21:08h
Merseburg/MZ. Es war eine ungewöhnliche Gesprächsrunde, die am Montagnachmittag im Merseburger Herdergymnasium stattfand: Mehr als 60 Schüler diskutierten gemeinsam mit Landtagsvizepräsident Rüdiger Fikentscher (SPD), Diakon Dieter Falken und der früheren Landtagsabgeordneten Ute Fischer. Es ging um das Thema Gewalt und der Anlass für die Veranstaltung war so aktuell wie er betroffen machte.

Falkens Sohn Johannes, der lange Zeit die Herder-Schule besuchte, war vor Monaten in Halle das Opfer eines brutalen Überfalls geworden (MZ berichtete). Er entkam dabei nur knapp dem Tode, ist seitdem auf den Rollstuhl angewiesen, muss das Sprechen wieder lernen, kann sich an die Hetzjagd auf ihn nicht mehr erinnern. weiter…

volksstimme.de: Streit um Szene-Laden – Bürgermeister aus Narvik protestiert

Magdeburg – Dem in rechten Kreisen beliebten Magdeburger Szeneladen “ Narvik “ im Magdeburger Hundertwasserhaus ist jetzt vom Bürgermeister der gleichnamigen norwegischen Stadt Missbrauch des Namens vorgeworfen worden. Die Nutzung des Namens werde als direkter Angriff auf die Opfer des Zweiten Weltkrieges gesehen, sagte Sachsen-Anhalts Innenstaatssekretär Rüdiger Erben ( SPD ) der Deutschen Presseagentur. Bürgermeister Olav S. Alstadt habe ein entsprechendes Protestschreiben an die deutschen Botschaft in Oslo gerichtet. Dieses sei über das Auswärtige Amt an das Innenministerium weitergeleitet worden, sagte Erben. Auch das Bundeskanzleramt habe gleichzeitig eine Kopie erhalten. weiter…
volksstimme.de: Mutiger Bürger stoppt Rechtsradikale

Von Rainer Schweingel
Magdeburg. Der couragierte Einsatz eines Magdeburgers hat einen Schwarzafrikaner vor schweren Verletzungen bewahrt. Der 24-jährige Elbestädter war am Sonnabend gegen 13. 30 Uhr mit seinem Auto auf dem Moritzplatz unterwegs, als er sah, wie ein Schwarzafrikaner von zwei Männer bedroht und geschlagen wurde. Der Zeuge sprang sofort aus seinem Auto und griff ein. Er versuchte, die Täter von dem Mann aus Sierra Leone wegzuziehen, und verständigte per Handy die Polizei. Als die beiden Täter flüchteten, nahmen der Elbestädter und das leicht verletzte Opfer die Verfolgung auf. Die Polizei konnte dank ihrer Hinweise die Schläger festnehmen. weiter…

PD Dessau: Zeugenaufruf – Raubstraftat in Wolfen

Am Samstag, den 27.10.2007 soll es 21.30 Uhr in der Leipziger Straße in Bitterfeld-Wolfen zu einer Raubstraftat gekommen sein. Der 15jährige Geschädigte zeigte an, dass er und sein 17-jähriger Begleiter von ca. fünf bis acht unbekannten Personen tätlich angegriffen worden sei. Beide Geschädigten sind dem Äußeren nach der Punkerszene zuzuordnen. Die Täter werden auf Grund der äußeren Erscheinung und der getragenen Kleidung der rechten Szene zugeordnet. Der Anzeigeerstatter soll zunächst von einem Täter Schläge ins Gesicht erhalten haben und aufgefordert worden sein, seine Stiefel auszuziehen. weiter…
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28. Oktober 2007

mz-web.de: Rechtsextremisten greifen Asylbewerber an

Magdeburg: Autofahrer beweist Mut – Mann vertreibt Jugendliche
erstellt 28.10.07, 15:36h, aktualisiert 28.10.07, 19:32h
Magdeburg/dpa. In Sachsen-Anhalt ist es am Wochenende zu mindestens vier rechtsextremen Übergriffen und Zwischenfällen gekommen. Rechtsextreme griffen einen Afrikaner an, verprügelten einen Spätaussiedler und traten zwei jugendliche Punker. In Gardelegen schwenkten zwei Männer eine Hakenkreuzfahne. weiter…

mz-web.de: Norweger gegen «Narvik»

Stadt protestiert im Kanzleramt gegen Magdeburger Szeneladen
erstellt 26.10.07, 17:40h, aktualisiert 26.10.07, 20:08h
Magdeburg/MZ/hk. Der wegen des Verkaufs von Bekleidung der bei Rechtsextremen beliebten Marke „Thor Steinar“ in die Schlagzeilen geratene Laden „Narvik“ im Magdeburger Hundertwasserhaus hat jetzt zu Protesten aus Norwegen geführt. Der Bürgermeister der nordnorwegischen Stadt Narvik, Olav S. Alstad, hat in einem Schreiben an die deutsche Botschaft gegen den Missbrauch des Namens seiner Stadt protestiert. weiter…

mdr.de: Rechte überfallen Ausländer und Punks

In Sachsen-Anhalt hat es am Wochenende mehrere rechtsextreme Übergriffe gegeben. In Velsdorf im Bördekreis wurde ein Spätaussiedler von drei Männern angegriffen, als er sie wegen eines Schadens an seinem Auto ansprach. Die Angreifer wurden festgenommen. In Magdeburg wurde ein Asylbewerber aus Afrika von zwei Jugendlichen geschlagen. Ein Autofahrer war dem Mann aus Sierra Leone zu Hilfe gekommen und hatte die Polizei verständigt. Einer der Täter kam wieder frei, der andere wegen früherer Vergehen ins Jugendarrest Halle gebracht. In Bitterfeld-Wolfen wurden zwei Jugendliche aus der Punkszene nach eigenen Angaben von Mitgliedern der rechten Szene schwer verletzt. Einer der Angreifer habe mit einem Schlagstock auf sie eingeschlagen. Die Angreifer entkamen. Quelle

tagesspiegel.de: Erneut Angriff auf Afrikaner – Autofahrer beweist Mut

In Sachsen-Anhalt ist es offenbar erneut zu einem fremdenfeindlichen Übergriff gekommen. Dabei hätten zwei alkoholisierte Männer einen 31-jährigen Afrikaner verprügelt, dem ein couragierter Autofahrer zu Hilfe kam. weiter…

ddp-lsa: Ausländerfeindlicher Übergriff in Magdeburg

ddp – Sonntag, 28. Oktober, 12:21 Uhr
Magdeburg (ddp-lsa). Nach einem ausländerfeindlichen Angriff auf einen Mann aus Sierra Leone sind in Magdeburg zwei Männer festgenommen worden. Die beiden Tatverdächtigen im Alter von 18 und 19 Jahren sollen den 31-jährigen Asylbewerber am Samstag zunächst mit Gesten und einem ausländerfeindlichen Ausspruch beleidigt haben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Einer der beiden habe den Schwarzafrikaner dann mit mehreren Faustschlägen attackiert. Sein Komplize habe ebenfalls zugeschlagen. Das Opfer wurde laut Polizei leicht verletzt. Der 31-Jährige habe versucht zu flüchten, sei aber von den Angreifern eingeholt worden. Ein 24 Jahre alter Autofahrer habe dem Mann geholfen und die Polizei alarmiert. weiter…

AP: Rechtsradikale greifen Asylbewerber in Magdeburg an

AP – Sonntag, 28. Oktober, 15:28 Uhr
Magdeburg (AP) Ein Asylbewerber aus Sierra Leone ist von zwei Männern in Magdeburg angegriffen und verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde der 31-jährige Schwarzafrikaner am Samstag mittag von den beiden zunächst mit einem ausländerfeindlichen Ausspruch beleidigt und dann geschlagen. Ihm gelang es zu flüchten, er wurde aber von den Männern eingeholt und erneut geschlagen. weiter…

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27. Oktober 2007

mz-web.de/Newsticker: Norweger prostetieren gegen Magdeburger Szeneladen «Narvik»

Dem Magdeburger Szeneladen für Rechtsextreme «Narvik» ist jetzt vom Bürgermeister der gleichnamigen norwegischen Stadt Missbrauch des Namens vorgeworfen worden. Olav S. Alstadt habe ein entsprechendes Protestschreiben an die deutschen Botschaft in Oslo gerichtet, berichtet die «Mitteldeutsche Zeitung» (Samstag). Dieses sei vom Auswärtigen Amt an Sachsen-Anhalts Innenministerium weitergeleitet worden, sagte dessen Sprecher Martin Krems. Auch das Bundeskanzleramt habe eine Kopie erhalten. Am Dienstag wird vor dem Landgericht Magdeburg der Prozess gegen den Geschäftsinhaber eröffnet. Dabei geht es um eine Räumungsklage des Vermieters. Quelle

freiepresse.de: Rote Karte für braune Gäste

Übernachtung des NPD-Fraktionschefs in Dresden wurde storniert
Dresden. Für die NPD wird die Luft in Sachsen zunehmend dünn. Zumindest in Hotelerie und Bankgewerbe verstärkt sich die Abneigung, mit den Rechtsextremen Geschäfte zu machen. Beispiel eins: Das Hotel „Holiday Inn“ Dresden machte eine Buchung für Holger Apfel, Fraktionschef der NPD im Landtag, wieder rückgängig. Beispiel zwei: Die Volksbank Pirna kündigte der NPD zwei Parteikonten. weiter…

mut-gegen-rechte-gewalt.de: Wie man als Unternehmer Zivilcourage zeigen kann

Ein Dresdener Hotel lud NPD-Funktionäre aus
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25. Oktober 2007

volksstimme.de: Zeugin zu Nazi-Schlägerei im Maxim : „Der Polizeieinsatz war ein absoluter Witz“

Halberstadt ( je ). In der Nacht zum 29. September beschimpften Männer, darunter ein polizeibekannter Nazi-Sympathisant, in der Cocktailbar Maxim eine Kellnerin mit Naziparolen und schlugen einen Kellner zusammen ( Volksstimme berichtete ). Gaststättenchef André Berei sowie seine Mitarbeiter warfen der Polizei vor, mit den Tätern auf “ Schmusekurs “ gewesen zu sein. Polizeisprecher Ulrich Wagner sprach von einer “ konsequenten Zwangsanwendung „. weiter…
mz-web.de/Newsticker: Prozess nach Überfall auf Vietnamesen beginnt in Stendal

Drei Monate nach einem ausländerfeindlichen Überfall auf Vietnamesen in Burg im Jerichower Land müssen sich die drei mutmaßlichen Täter vom 1. November an vor dem Landgericht in Stendal verantworten. Ein 14-Jähriger hatte Prellungen im Gesicht erlitten. Die drei Männer waren Anfang August nach dem Überfall auf die Familie nicht sofort in Gewahrsam genommen worden, so dass sie später noch die Räume verwüsten konnten. Wegen der Panne wurden bei der Polizei ein Dienstgruppenleiter und sein Vertreter von ihren Funktionen entbunden. Der Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung ist nach Gerichtsangaben von Donnerstag bis Ende November angesetzt. Quelle

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24. Oktober 2007

a-i-p.tk: Sachsen-Anhaltische Band erneut bei Gedenkkonzert für „Blood and Honour“- Gründer

Wie bereits im vergangen Jahr wird die Blankenburger Rechtsrockband „Eternal Pride“ erneut beim so genannten „Ian Stuart Memorial“ spielen, einem Gedenkkonzert für den Gründer des in Deutschland verbotenen Rechtsrocknetzwerkes „Blood and Honour“. Geplant ist das Konzert für den 27. Oktober im belgischen Flandern. Bereits mehrfach waren „Eternal Pride“ durch internationale Nazi-Kontakte bekannt geworden: weiter…

mut-gegen-rechte-gewalt.de: Braunes Sachsen-Anhalt?

Wie schlimm prägt Rechtsradikalismus den Alltag wirklich in Halberstadt und anderswo in Sachsen-Anhalt?

Von Franziska Wende
Seit sich im Juni 2007 ein Neonazi-Überfall auf eine Theatergruppe in Halberstadt ereignete, hört man immer öfter von rassistischen Übergriffen. Doch ist dies in Sachsen-Anhalt wirklich an der Tagesordnung, wie in manchen Medien suggeriert wird? Eine Halberstädter Schülerin berichtet aus ihrer Erfahrung. weiter…
mz-web.de: Hövelmann und Co. wollen NPD-Verbot anschieben

Sechs SPD-Innenminister sehen «eine Reihe neuer Tatsachen aufgetreten»
erstellt 24.10.07, 08:50h
Leipzig/dpa. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) hat sich gemeinsam mit fünf weiteren SPD-Innenministern für eine neue Initiative zum Verbot der NPD ausgesprochen. Die verfassungsfeindlichen Ziele der NPD seien seit dem gescheiterten Verbotsverfahren noch offenkundiger geworden, erklärten die Politiker in der «Leipziger Volkszeitung». weiter…

mz-web.de: Weitere Akteure gerne gesehen

Bernburger Bündnis will Austausch stärken
von Paul Spengler, 23.10.07, 19:34h, aktualisiert 23.10.07, 21:59h
Bernburg/MZ. Im „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Rechtsextremismus und Gewalt“, das am 27. Januar gegründet wurde, haben sich im Laufe des Jahres mehrere Arbeitsgruppen gebildet. Schwerpunkte wurden gesetzt. Ziel ist es, die vorhandene Kompetenz untereinander zu nutzen, um sich in dem Netzwerk darüber zu verständigen, was man aktiv für ein demokratisches Miteinander unternehmen kann. weiter…

mdr.de: Hövelmann für neues NPD-Verbotsverfahren

In Deutschland könnte es einen neuen Anlauf für ein Verbot der rechtsextremen NPD geben. Die SPD-Innenminister von 5 Bundesländern sprachen sich jetzt für eine gemeinsame Initiative aus – allen voran Sachsen-Anhalts Innenminister Hövelmann. Er sagte der „Leipziger Volkszeitung, die NPD sei nach dem Scheitern des ersten Verbotsfahrens noch verfassungsfeindlicher geworden. Auch die Innenminister von Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind für einen erneuten Versuch. Zunächst sollten jedoch die Chancen eines Antrags geprüft werden. Quelle
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22. Oktober 2007

volksstimme.de: Ausländerbeauftragter der Stadt Magdeburg – „Nicht belegbar, dass Ausländer soziale Belastung mitverschulden“

Der Ausländerbeauftragte der Stadt Magdeburg nimmt

Stellung zum kürzlich veröffentlichten Stadtteilreport. Er kritisiert den Zusammenhang von “ Ausländerquote “ und“ sozialer Belastung “ : Das Stadtteilranking sieht einen Zusammenhang zwischen der Zahl der Ausländer in bestimmten Stadtteilen und der sozialen Belastung der Stadt Magdeburg, dem ich in keiner Weise folge.

Die Quote von Ausländern in bestimmten Stadtteilen als Indikator für soziale Belastung zu diskreditieren ist diskriminierend und weckt zugleich Ressentiments bei vielen Magdeburgern. weiter…

volksstimme.de: Jusos fordern NPD-Verbot

Wittenberg ( dpa ). Die Jusos in Sachsen-Anhalt haben sich für ein neues NPD-Verbotsverfahren ausgesprochen. Die rechtsextreme Partei verfolge eindeutig verfassungsfeindliche Ziele und gehöre daher verboten, sagte der Landesvorsitzende der SPDJugendorganisation, Tobias Münch, am Sonnabend anlässlich einer Juso-Landesdelegiertenversammlung in Wittenberg. Münch forderte zudem Sportvereine und -verbände im Land auf, auf ihren Sportplätzen und in den Stadien das Tragen typischer Kleidung der rechtsextremen Szene zu untersagen, etwa Thor-Steinar-Bekleidung. Einige Vereine hätten hier bereits positive Zeichen gesetzt, dem müssten alle anderen folgen. Quelle
indymedia.org: NPD und Holger Apfel wurde ausgeladen

Holger Apfel hat versucht in Dresden eine Hotelreservierung abzugeben!
Die Reaktion des betreffenden Hotels ist hier zu lesen!
das sollte im Gastätten und Hotelgewerbe zur Regel werden!
Dokumentation des Schreibens: weiter…

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19. Oktober 2007

sueddeutsche.de: Sachsen-Anhalt und der Kampf gegen rechts – Hingucken allein genügt nicht

„Das durchdringt inzwischen den Alltag“: Der Innenminister von Sachsen-Anhalt hat eine Kampagne gegen neonazistische Gewalt gestartet, doch die Polizei tut sich manchmal schwer mitzuziehen.
Von Constanze von Bullion
Man kann natürlich sagen, es liegt an der Mentalität. Man kann der ostdeutschen Polizei ihre Niederlagen im Kampf gegen den Rechtsextremismus vorrechnen. Es sind viele. Alle paar Wochen kommen jetzt Geschichten ans Licht, die davon handeln, dass Neonazis in den neuen Ländern zuschlagen und Polizisten hilflos zuzuschauen scheinen. Man kann natürlich sagen, die haben kapituliert. Oder die anderen suchen gehen. Diejenigen, die etwas bewegen wollen in den Köpfen. weiter…

volksstimme.de: Schauspieler-Ü berfall – Schwere Vorwürfe gegen Polizisten

Magdeburg ( dpa ). Mit weiteren Zeugenaussagen und Vorwürfen gegen die Polizei ist gestern der Prozess um den brutalen Überfall auf Schauspieler in Halberstadt fortgesetzt worden. Ein Opfer beklagte, dass sich die Polizisten am Tatort nicht ausreichend um die Angegriffenen gekümmert hätten. “ Ich habe mich gefragt, wer hier eigentlich das Opfer und wer der Täter ist „, sagte ein 19-jähriger Schüler. weiter…
mdr.de: Anklage gegen früheren sächsischen NPD-Abgeordneten

Dresden: Gegen den früheren sächsischen NPD-Abgeordneten Paul ist Anklage wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften erhoben worden. Das teilte die Dresdner Staatsanwaltschaft mit. Das Amtsgericht Meißen muss jetzt entscheiden, ob die Klage zugelassen wird. Der 30 Jahre alte Rechtsextremist Paul bestreitet die Vorwürfe. Vor einem Jahr hatte er sein Landtagsmandat abgegeben und war von allen Parteiämtern zurückgetreten. Zuvor hatten Ermittler seine Büros und seine Privatwohnung durchsucht und Videos, Computer und Festplatten beschlagnahmt. Quelle

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18. Oktober 2007

spiegel.de: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage im Fall Mügeln

Zwei Monate nach den Übergriffen auf acht Inder im sächsischen Mügeln hat die Staatsanwaltschaft Leipzig zwei Männer angeklagt. Ein dritter Beteiligter soll Strafgeld zahlen, weil er ausländerfeindliche Parolen gegrölt hat. weiter…

ran1.de: Konsequent gegen Rechts

Justizministerin bestätigt Vorgehen gegen rechte Schülerzeitungen
Am Mittwoch bestätigte Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb Aussagen einer Zeitung, dass gegen rechtsextreme Schülerzeitungen in Sachsen-Anhalt konsequent vorgegangen wird. Neben dem Strafrecht soll der Schwerpunkt auf Prävention und Aufklärung liegen. Jugendlichen Mut und Lust machen, sich in Politik einzumischen – das will Kolb mit zeitgemäßer Publikation von Verbänden und Parteien erreichen. Hinzu kommt der jährlich vom Justiz- und Kultusministerium ausgeschriebene Schülerwettbewerb. weiter…

AFP: Mehrere Banken kündigen nach Fernsehbericht Konten der NPD

Mainz (AFP) – Nach der Ausstrahlung eines Berichts des ARD-Magazins „Report Mainz“ haben mehrere Geldinstitute Konten der NPD gekündigt. Dies teilte das Magazin am Donnerstag auf seiner Homepage mit. „Report Mainz“ hatte am 8. Oktober über „braune Konten“ bei deutschen Geldinstituten berichtet. Die Postbank habe daraufhin alle NPD-Konten gekündigt. Auch die meisten genossenschaftlichen Banken werden der NPD nach Angaben des Magazins keine Konten mehr einrichten und die bestehenden Bankverbindungen in ordentlichen Kündigungen aufheben. Quelle

mz-web.de/Newsticker: Opfer erhebt Vorwürfe gegen Polizei nach Überfall auf Schauspieler

Im Prozess um den Überfall auf Schauspieler in Halberstadt hat ein Opfer Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Die Polizisten hätten sich nach der Tat nicht ausreichend um die Opfer gekümmert, sagte der 19-Jährige am Donnerstag. «Ich habe mich gefragt, wer hier eigentlich das Opfer und wer der Täter ist.» In dem Verfahren des Amtsgerichts Halberstadt müssen sich vier Rechtsextreme in Magdeburg wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sie sollen die Schauspieler im Juni angegriffen und fünf von ihnen schwer verletzt haben. Ein Angeklagter hatte ein Teilgeständnis abgelegt. Der Polizei wurden mehrere Fehler bei den Ermittlungen vorgeworfen. Quelle

ddp-lsc: Zwei Anklagen nach Übergriff in Mügeln

Leipzig (ddp-lsc). Zwei Monate nach den Übergriffen auf acht Inder in Mügeln sind zwei Deutsche wegen Volksverhetzung angeklagt worden. Während ein 18-Jähriger das Rufen ausländerfeindlicher Parolen wie «Ausländer raus!» gestanden habe, hat ein 23-Jähriger sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig am Donnerstag mit. Dem Älteren werde auch Sachbeschädigung zur Last gelegt. Er soll die Scheibe der Eingangstür zur Pizzeria, in die sich die Inder geflüchtet hatten, mit dem Gitter eines Lichtschachtes eingeworfen haben. weiter…

PD Stendal: Polizei sucht Zeugen und nach zwei Tatverdächtigen

Ein 27-jähriger Student aus der Volksrepublik China fuhr am 1. August 07 in den Abendstunden mit einer Regionalbahn von Magdeburg nach Burg. Im Bahnhof Möser stiegen mehrere Personen ein, zwei männliche Personen begaben sich in das Abteil in dem der Student bereits saß. Kurz darauf gab es gegenüber dem 27-Jährigen verbale und ausländerfeindliche Äußerungen. Die Personen stiegen in Burg aus. Auf dem Bahnhofsgelände schlugen und traten die Tatverdächtigen auf den Studenten ein. weiter…

PD Stendal: Polizei sucht Zeugen

15.10.07, gegen 22 Uhr, 39576 Stendal, Breite Str.18 / Ecke Marienkirchstr.
Ein 31-jähriger Jamaikaner befuhr mit einer Bekannten die Breite Straße mit dem Rad in Richtung Sperlingsberg. In Höhe des Bekleidungsgeschäftes „New Yorker“ wurde er aus einer Gruppe von ca. 20 Personen im Alter von 14 bis 22 Jahren heraus von zwei Personen mit rassistischen Äußerungen beleidigt. Die Polizei stellte die Identitäten der Anwesenden fest, erteilte Platzverweise und hat die Ermittlungen wegen Verdachtes der Beleidigung aufgenommen. weiter…
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17. Oktober 2007

mz-web.de: «Die Gewalt wird wachsen»

Psychiater Andreas Marneros über rechte Täter, Umbrüche und ostdeutsche Befindlichkeiten
von Torsten Kleditzsch und Steffen Reichert, 17.10.07, 20:54h, aktualisiert 17.10.07, 22:16h
Halle/MZ. „Mit offenen Augen“ – die Serie der Mitteldeutschen Zeitung sorgt nach wie vor für intensive und kontroverse Leserdiskussionen. Einer, der sich in seiner Eigenschaft als Chef der Psychiatrischen Klinik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg seit Jahren mit ausländerfeindlichen Einstellungen und sozialen Verwerfungen auseinander setzt, ist Andreas Marneros. weiter…

mz-web.de: Neuer Prozess im Fall Pretzien abgesagt

Überraschende Wende – Urteile vom März sind rechtskräftig
von Katrin Löwe, 17.10.07, 13:07h, aktualisiert 17.10.07, 21:29h
Pretzien/MZ. Die Mitteilung des Landgerichts Magdeburg wenige Tage vor Prozessbeginn ist kurz. Es wird im Fall Pretzien keine neue Verhandlung geben, alle vier Angeklagten haben kurzfristig ihre Berufung gegen das ursprüngliche Urteil des Amtsgerichts Schönebeck zurückgezogen. Die in erster Instanz verhängten Strafen sind damit rechtskräftig. weiter…

ddp-lsa: Urteil im Prozess um Verbrennung von Anne-Frank-Buch rechtskräftig

ddp – Mittwoch, 17. Oktober, 11:45 Uhr
Magdeburg (ddp-lsa). Das Urteil im Prozess um die Verbrennung eines Anne-Frank-Tagebuchs in Pretzien bei Magdeburg ist rechtskräftig. Alle Angeklagten haben ihre Berufungen zurückgenommen, wie das Landgericht Magdeburg am Mittwoch mitteilte. Das Berufungsverfahren vor dem Landgericht Magdeburg sollte am Montag beginnen. weiter…

AP: Berufungsprozess um Tagebuchverbrennung findet nicht statt

AP – Mittwoch, 17. Oktober, 12:58 Uhr
Magdeburg (AP) Wende vor dem Berufungsprozess um die Verbrennung eines Exemplars des Tagesbuchs von Anne Frank: Alle fünf Angeklagten zogen ihre Berufung zurück, wie das Landgericht Magdeburg am Mittwoch mitteilte. Damit seit das Urteil des Amtsgerichts Schönebeck vom 8. März dieses Jahres rechtskräftig. Damals hatten die Richter die fünf 24 bis 29 Jahre alten Männer aus der rechten Szene wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zu jeweils neunmonatigen Bewährungsstrafen verurteilt. weiter…

tagesspiegel.de: Urteile wegen Buch-Verbrennung rechtskräftig

Wenige Tage vor einem geplanten neuen Prozess um die öffentliche Verbrennung eines Anne-Frank-Tagebuchs im sachsen-anhaltinischen Pretzien haben die vier Angeklagten ihre Berufung überraschend zurückgezogen. weiter…

tagesspiegel.de: „Auch gute Seiten“

Jeder Vierte sagt, in NS-Zeit war nicht alles schlecht. Experten erklären: Das sind nicht alles Nazis.
Von Tim Klimeš
17.10.2007 22:17 Uhr
Berlin – Rund 21 Prozent der Deutschen finden, der Nationalsozialismus hatte „auch seine guten Seiten“. Das ergab eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung – vor knapp einem Jahr. Am Mittwoch hat nun das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des „Stern“ eine weitere Umfrage zum deutschen Bild vom Nationalsozialismus gemacht. weiter…
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16. Oktober 2007

volksstimme.de: Polizei fahndet nach jungen Schlägern

Diese Männer sucht die Polizei.

Burg ( mk ). Nach einem Überfall auf einen 27-jährigen Studenten aus China hat die Polizei jetzt Phantombilder von den Tätern angefertigt. Die beiden Männer werden beschuldigt, den jungen Mann am 1. August in der Zeit zwischen 22 und 22. 30 Uhr in der Regionalbahn zwischen Magdeburg und Burg beschimpft und dann auf dem Bahnhof Burg getreten zu haben. Der Student konnte sich in eine Regionalbahn retten, die in Richtung Magdeburg fuhr. weiter…

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15. Oktober 2007

volksstimme.de: Rechte bedrohen Lokalmitarbeiter / Gastwirt entsetzt über Schweigen der Polizei – Beschimpfungen und Tritte für den Kellner

Von J ö rg Jörg Endries
Fünf gewaltbereite Männer beschimpften in der Gaststätte Maxim zwei Mitarbeiter und schlugen einen Kellner brutal zusammen. Zwei der Täter sind als Sympathisanten der rechten Szene polizeibekannt. Die Polizei schwieg sich bisher über den Vorfall aus. Gaststätten betreiber André Berei brach jetzt das Schweigen.

Halberstadt. Die Nacht zum 29. September wird André Berei, Chef des Maxim in der Voigtei, so schnell nicht vergessen. Eigentlich begann der Abend ganz normal. Das Lokal war gut besucht, an den Tischen saßen Gäste, die bei einem Glas Wein oder einem Cocktail und guten Gesprächen unbeschwerte Stunden verleben wollten. Was anfangs harmonisch begann, endete schließlich in Gewalt. weiter…

mz-web.de/Newsticker: Betrunkene bedrohen ausländischen Angestellten in Dönerladen

Vier Betrunkene haben am Sonntag einen ausländischen Angestellten in einem Dönerladen in Magdeburg bedroht und beleidigt. Nach Angaben der Polizei vom Montag wurden die vier Männer festgenommen. Die 24- bis 39-Jährigen sollten im Laufe des Montag vernommen werden. weiter…

PD MD: Ermittlungen nach Verdacht einer ausländerfeindlichen Straftat

Am gestrigen Samstagabend gegen 18:00 Uhr beleidigten und nötigten ein 24-jähriger Magdeburger als Insasse eines Seat und die gleichaltrige Fahrzeugführerin eine 41 Jahre alte Frau und deren von der Elfenbeinküste stammenden 37- jährigen Ehemann, beide wohnhaft in Magdeburg, die mit einem Renault unterwegs waren. Dem soll in der Straße Alt Fermersleben eine Verkehrsbehinderung vorausgegangen sein. Dabei soll die Fahrzeugführerin des PKW Renault den Täter im PKW Seat behindert haben. In der weiteren Folge wurden die beiden Geschädigten von den Insassen des PKW Seat durch das Stadtgebiet von Magdeburg bis hin zur Autobahn 14 verfolgt. weiter…

npd-blog.info: Übersicht: NPD-Schülerzeitungen

Die NPD sorgt immer wieder mit Schülerzeitungen für großes öffentliches Aufsehen. Dabei versuchen viele Lehrer offenbar immer wieder, die Hetzblätter einzusammeln, anstatt diese im Unterricht einmal inhaltlich auseinander zu nehmen. Hier eine (wahrscheinlich höchst unvollständige) Liste der Nazi-Schülerblätter der NPD:
Sachsen: `Perplex`, Berlin: `Der Stachel`, Brandenburg und Sachsen-Anhalt: `Jugend rebelliert`, Rheinland-Pfalz: `Schinderhannes`, Saarland: `Rechts vor links`, MVP: `Avanti` (NPD-Umfeld). Dazu kommen regionale Blättchen, vor allem in Thüringen, wie der Wartburgkreisbote. weiter…

npd-blog.info: JN: Schäfer folgt Rochow

Am 05. Oktober 2007 hat die Nachwuchsorganisation der NPD, Jungen Nationaldemokraten (JN), nahe Quedlinburg ihren 37. Bundeskongreß veranstaltet. Dabei wurde die neue Bundesführung für die kommenden zwei Jahre bestimmt – wie es in einer Mitteilung der NPD heißt. Der bisherige Bundesvorsitzende Stefan Rochow gab sein Amt demnach nach fünf Jahren `Dienstzeit an die nächste Generation junger Aktivisten ab`. Die NPD schreibt weiter: `Der 25-jähriger [sic!] Politikstudent und Fraktionsvorsitzende der NPD-Kreistagsfraktion Harz, Michael Schäfer aus Wernigerode, wurde mit nur fünf Enthaltungen zum JN-Bundesvorsitzenden gewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden der JN-Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, Philipp Valenta (26) und der JN-Landesvorsitzende von Bayern, Norman Bordin (31) gewählt. Daneben werden noch sieben weitere junge Aktivisten die Geschicke der JN im Bundesvorstand bestimmen.` weiter…

projektgegenpart.org: Mit singendem Bürgermeister, Heavy Metal und Kaninchen gegen Rechts
Gräfenhainichen zeigt Gesicht

Gräfenhainichen ist eher ein beschaulicher Ort. Die 8000-Seelen-Gemeinde im Landkreis Wittenberg liegt umrahmt von ausgedehnten Wäldern und dem Tourismusmagnet Ferropolis in der Dübener Heide. weiter…
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13. Oktober 2007

volksstimme.de: Jugendgerichtstag in Dessau / Ein Aussteiger : „Neonazis werden zu viele Felder überlassen“

Von Anja Keßler
Dessau-Roßlau. Es war nicht die politische Überzeugung, die den Neonazi Michael aus Niedersachsen zum Ausstieg aus der rechten Szene vor fünf Jahren bewog. “ Es war die Geburt meines Sohnes „, erinnerte sich der heute 29-J ährige am Mittwoch auf dem 2. Jugendgerichtstag im Landgerichtsbezirk Dessau-Roßlau. Die Fachtagung stand unter dem Thema “ Rechtsextremismus und Jugend : Leere – Irrweg – Endstation „. Geladen waren Vertreter von Amtsgerichten, Staatsanwaltschaften, Polizei, Jugend ämtern und Vereinen, die Präventionsarbeit zum Thema betreiben. weiter…
volksstimme.de: Viele Touristen wundern sich oder sind geschockt

Von Peter Ließmann
Altstadt. Wenn Touristen durch Magdeburg spazieren, wollen sie fast immer auch das Hundertwasserhaus besichtigen. Viele kommen ganz speziell aus diesem Grund. Seit August treffen die Besucher im Haus dann auch auf die Ausstellung “ hingucken …, denken …, einmischen !“. “ Und wundern sich oft „, sagt Maria Farber vom katholischen Bistum Magdeburg. Regelrecht geschockt sind viele Touristen dann, wenn die Organisatoren den Grund für die Ausstellung erklären.

Im Juli hatte im Hundertwasserhaus der Outdoor-Laden “ Navik “ eröffnet, in dessen Angebot Thor-Steinar-Mode, besonders beliebt in der rechten Szene, zu finden ist. Das hatte zu verschiedenen Protestaktionen geführt. Eine davon, allerdings mit dem Anspruch der Nachhaltigkeit, ist die Ausstellung. weiter…

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11. Oktober 2007

volksstimme.de: „Schwammiges Geständnis“ zum Auftakt des Prozesses

Magdeburg. Vier junge Halberstädter müssen sich seit gestern für den Überfall auf eine Gruppe von Schauspielern vor Gericht verantworten. Sie sind angeklagt, am 9. Juni 14 Mitglieder des Nordharzer Städtebundtheaters angegriffen und fünf krankenhausreif geschlagen zu haben. Dies wie auch das von Innenminister Holger Hövelmann ( SPD ) eingeräumte Fehlverhalten der Polizei hatte bundesweit für Empörung gesorgt. Einer der Täter war von den Beamten am Tatort erst kontrolliert, dann aber laufen gelassen worden. Die Angeklagten sind einschlägig unter anderem wegen Körperverletzungen vorbestraft und gehören der rechtsextremen Szene an. weiter…

mz-web.de: Die modernisierten Häscher von rechts

Jugendgerichtstag berät zu Rechtsextremismus
von Claus Blumstengel, 11.10.07, 20:39h, aktualisiert 11.10.07, 21:15h

Dessau-Roßlau/MZ. Noch bis Mitte der 90er Jahre habe man als Demokrat in Deutschland gedacht, diese ewig NPD-Altherrenklubs würden sich mangels Nachwuchs irgendwann von selbst erledigen, weil sie auf Jugendliche abstoßend wirkten. „Heute ist der Rechtsextremismus eines der großen Bedrohungspotenziale für unsere Gesellschaft“, sagte am Donnerstag Roland Roth, Professor für Politikwissenschaften an der Fachhochschule Magdeburg, auf dem zweiten Jugendgerichtstag in Dessau. Der Grund für die gefährliche Metamorphose: Für viele überraschend sei es der NPD gelungen, in ihrer politischen Nähe ein Jugendmilieu aufzubauen. weiter…

tagesspiegel.de: Wortlos zugeschlagen

Im Prozess gegen mutmaßliche Neonazis in Sachsen-Anhalt sagen jetzt die Opfer aus. Herbe Kritik äußert einer der Zeugen an der Polizei. Die zum Tatort gekommenen Beamten seien „völlig überfordert“ gewesen. weiter…

ddp-lsa: Zeugen belasten rechte Schläger

ddp – Donnerstag, 11. Oktober, 17:02 Uhr
Magdeburg/Halberstadt (ddp-lsa). Im Prozess zum Überfall auf eine Theatergruppe durch eine Gruppe Neonazis im Juni in Halberstadt sind am Donnerstag die ersten zwei Zeugen gehört worden. Vor Gericht schilderten die beiden zu der Theatergruppe gehörenden Männer, wie sie in der Nacht zum 9. Juni nach einer Premierenfeier von den Rechtsradikalen angegriffen wurden. Fünf der 14 Schauspieler und Tänzer waren dabei teils schwer verletzt worden. Vier Angeklagte müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Den von der Anklage angeführten zusätzlichen Tatvorwurf der gemeinschaftlichen Körperverletzung hat das Gericht noch nicht bestätigt. weiter…
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09. Oktober 2007

mz-web.de/Newsticker: «Junge Nationaldemokraten» legen Schwerpunkt nach Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt entwickelt sich nach Einschätzung der Landesregierung immer mehr zum organisatorischen Schwerpunkt der Jugendorganisation der rechtsextremen NPD. Am Wochenende hätten 130 Vertreter der «Jungen Nationaldemokraten» in Hausneindorf (Landkreis Harz) ihren Bundeskongress abgehalten, sagte Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg. Der neue Bundesvorsitzende der Organisation, einer seiner beiden Stellvertreter und einer von sechs Beisitzern kämen aus Sachsen-Anhalt. Diese Entwicklung sei besorgniserregend, sagte Erben laut Pressemitteilung. weiter…

mz-web.de: Neonazi gesteht Angriff

Überfall auf Halberstädter Schauspieler – Prozess gegen vier Männer eröffnet
erstellt 09.10.07, 20:38h, aktualisiert 09.10.07, 21:58h
Magdeburg/MZ/lö. Mit einem Teilgeständnis hat am Dienstag der Prozess um den rechten Überfall auf Mitglieder eines Halberstädter Theaterensembles begonnen. Ein 22-Jähriger, der als einziger der angeklagten Neonazis aussagte, räumte Schläge ein. Er bestritt jedoch ein politisches Motiv der Tat. weiter…

mz-web.de: Kurzer Auftakt bei Polizei-Untersuchung

Ausschuss tagt erstmals – Dessauer Staatsschützer dürfen reden
erstellt 08.10.07, 21:18h, aktualisiert 08.10.07, 21:26h
Magdeburg/dpa/MZ. Mit schweren Versäumnissen der Polizei bei Ermittlungen nach rechtsextremen und ausländerfeindlichen Straftaten beschäftigt sich seit Montag ein Untersuchungsausschuss des Landtags. Im Mittelpunkt der Arbeit soll die Dessauer Polizei-Affäre stehen. weiter…
berlinonline.de: Landtag beschäftigt sich mit Dessauer Polizeiaffäre

Untersuchungsausschuss geht sechs Vorfällen nach
Daniela Zinser
BERLIN. Ist die Polizei in Sachsen-Anhalt zu lax mit rechtsextremen Straftaten umgegangen, hat sie solche Vergehen in einigen Fällen sogar begünstigt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit gestern ein Untersuchungsausschuss des Landtags in Sachsen-Anhalt, der auf Verlangen der Linkspartei eingesetzt wurde. Der Ausschuss soll in sechs Fällen klären, ob die massive Kritik an der Polizei gerechtfertigt ist. Der Großteil der Vorfälle betrifft die Polizeidirektion Dessau-Roßlau. weiter…

mz-web.de: Vier Männer nach Überfall auf Schauspieler vor Gericht

Sieben Männer sind Nebenkläger – Empörung über Umgang der Polizei mit Rechtsextremen
erstellt 09.10.07, 09:59h
Magdeburg/ddp. Genau vier Monate nach dem brutalen Überfall auf eine Gruppe Schauspieler in Halberstadt hat am Dienstag vor dem Amtsgericht Halberstadt der Prozess gegen vier Neonazis begonnen. Die vier Männer im Alter von 22 bis 29 Jahren müssen sich wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sieben Opfer des Überfalls treten als Nebenkläger auf. Das Amtsgericht hat bis Ende Januar 2008 insgesamt 16 Verhandlungstage angesetzt. Die Verhandlung findet aus Platzgründen im Landgericht Magdeburg statt. weiter…

mz-web.de: Starke Worte für eine «stille Heldin» der Nazi-Zeit

Ausstellung zum Leben und Wirken Emilie Schindlers in der Gedenkstätte in Bernburg eröffnet – Biografin liest aus Buch
von Susanne Weihmann, 09.10.07, 20:13h, aktualisiert 09.10.07, 20:30h
Bernburg/MZ. „Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!“ heißt es im Talmud. Oskar Schindler rettete über 1 000 Juden während der Nazi-Diktatur das Leben. Spätestens seit dem Film „Schindlers Liste“ ist die Geschichte des sudetendeutschen Industriellen, der die Juden in seiner Emaille-Fabrik in Krakau sowie in Brünnlitz beschäftigte und vor dem Tod im Vernichtungslager Auschwitz bewahrte, bekannt. Seine Frau, Emilie Schindler, blieb jedoch eher im Hintergrund. weiter…

mdr.de: Prozess um Neonazi-Überfall in Halberstadt

Vier Monate nach dem Überfall auf eine Theatergruppe in Halberstadt hat am Dienstag in Magdeburg der Prozess gegen vier mutmaßliche Täter begonnen. Den zwischen 22 und 29 Jahren alten Männern wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Sie sollen Ensemble-Mitglieder des Nordharzer Städtebundtheaters am 9. Juni nach einer Premiere der „Rocky Horror Show“ zusammengeschlagen haben. Fünf der Opfer erlitten Rippen- und Kieferverletzungen, Nasenbeinbrüche und Augenverletzungen und wurden im Krankenhaus behandelt. weiter…

mdr.de: Verstärkter Kampf gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt will verstärkt gegen Rechtsextremismus vorgehen. Innenstaatssekretär Erben sagte, unter anderem sollen in den Polizeirevieren im Land rund 100 zusätzliche Stellen geschaffen werden. Zudem würden Polizei und Verfassungsschutz besser zusammen arbeiten und die Videoüberwachungen ausgeweitet. Als besorgniserregend bezeichnete Erben vor allem die Entwicklung der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten. Sie mache Sachsen-Anhalt immer mehr zu ihrem organisatorischen Schwerpunkt. weiter…

volksstimme.de: 99 Angriffe seit Jahresbeginn

Magdeburg ( wb ). Die Mobile Beratungsstelle für Opfer rechtsextremer Straf- und Gewalttaten hat in den ersten neun Monaten 99 Angriffe von Rechtsextremisten registriert. Davon seien 191 Menschen direkt betroffen gewesen, sagte Ralf Perbandt von der Beratungsstelle. weiter…
volksstimme.de: Überfall auf Schauspieler in Halberstadt vor Gericht

Magdeburg – Vier Monate nach dem Überfall auf eine Theatergruppe in Halberstadt hat heute der Prozess gegen vier Angeklagte begonnen. Den wegen rechtsextremer Taten vorbestraften Männern wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. weiter…

spiegel.de: ANTI-ANTIFA-AKTE – Neonazis erhielten Polizeifotos politischer Gegner

Dass Neonazis persönliche Daten politischer Gegner sammeln und unter Gleichgesinnten verbreiten, ist nicht neu. Beunruhigend allerdings, dass ihnen in Sachsen auch Polizeiakten über linke Aktivisten zugespielt wurden. Die Landesregierung rätselt über das Leck. weiter…

volksstimme.de: Vier Projekte gegen Hass und Intoleranz werden gefördert

Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz sollen in Burg auch weiterhin bei Jugendlichen keinen Platz finden. Deshalb beschloss der Begleitausschuss des Stadtrates im Rahmen des Bundesprogramms “ Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie “ einstimmig die Finanzierung für vier neue Projekte unterschiedlicher Träger. weiter…

tagesspiegel.de: Ausschuss zur Polizeiaffäre beginnt

Im Landtag von Sachsen-Anhalt hat sich am Montag der Untersuchungsausschuss konstituiert, der die vielschichtige Polizeiaffäre aufklären soll. Insgesamt sechs Fälle stehen auf der Agenda, jedes Mal geht es um Fehlverhalten von Beamten bei der Bekämpfung rechtsextremer Kriminalität. weiter…
tagesspiegel.de: Links hören, rechts denken

Mit Piercings, Popmusik und Palästinensertuch demonstrieren sie gegen Kapitalismus. Neonazis geben sich als Linke aus, um bei Jugendlichen gut anzukommen. Das Bild vom kahlgeschorenen Nazi-Skinhead stimmt schon lange nicht mehr – wie Rechtsextreme in Jugendkulturen vordringen. weiter…

AP: Geständnis im Prozess um Überfall auf Theatergruppe in Halberstadt

AP – Dienstag, 9. Oktober, 15:34 Uhr
Magdeburg (AP) Zum Auftakt des Prozesses um den rechtsextremistischen Überfall auf Mitglieder eines Theaterensembles in Halberstadt hat am Dienstag der mutmaßliche Haupttäter ein Geständnis abgelegt. Der 22-jährige Christian W. räumte über seinen Anwalt seine Tatbeteiligung ein, bestritt allerdings ein politisches Motiv. Zuvor kam es zum Eklat zwischen dem Richter und den Anwälten der Opfer, die in dem Prozess vor dem Amtsgericht Halberstadt als Nebenkläger auftreten. weiter…

ddp-lsa: Neonazis nach Überfall in Halberstadt vor Gericht

ddp – Dienstag, 9. Oktober, 13:30 Uhr
Magdeburg (ddp-lsa). Vier Monate nach dem Überfall auf eine Gruppe von Schauspielern ist am Dienstag vor dem Amtsgericht Halberstadt der Prozess gegen vier Neonazis eröffnet worden. Die Männer im Alter von 22 bis 29 Jahren müssen sich wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sieben Opfer des Überfalls treten als Nebenkläger auf. Der 22 Jahre alte Hauptangeklagte räumte zu Beginn des Prozesses ein, einen der Schauspieler geschlagen zu haben. Die drei Mitangeklagten schwiegen zu den Vorwürfen. weiter…

ddp-lsa: Neonazis nach Überfall auf Schauspieler vor Gericht

ddp – Dienstag, 9. Oktober, 11:57 Uhr
Magdeburg (ddp). Genau vier Monate nach dem brutalen Überfall auf eine Gruppe von Schauspielern hat am Dienstag vor dem Amtsgericht Halberstadt der Prozess gegen vier Neonazis begonnen. Die Männer im Alter von 22 bis 29 Jahren müssen sich wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sieben Opfer des Überfalls treten als Nebenkläger auf. Aus Platzgründen wurde der Prozess in einen größeren Verhandlungssaal nach Magdeburg verlegt. weiter…


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08. Oktober 2007

de.indymedia.org: Homophobe Hassrapper feiern in Halle

„Ich liebe dieses Lied !“

Als bekannt wurde, dass in der bekannten Easy Schorre am 05.10. eine Party mit drittklassigen Berliner „Hip-Hoppern“ stattfinden sollte, unter anderem mit dem Hassrapper G-HOT [dschi-hat], formierte sich Protest.
Nach öffentlicher Kritik verkündete der Schorre-Chef, er hätte G-HOT ausladen lassen. Für seine Hass-Texte sei kein Platz in der Easy Schorre. Auch der Veranstalter erklärte gegenüber der Presse, G-HOT sei ausgeladen worden.

Die Veranstaltung fand nun statt, mit weiteren Mordaufrufen, einem Auftritt G-HOTs, und der Aussage des Hauptacts KAISA, bei dem Hasslied „Keine Toleranz“ handele es sich um sein Lieblingslied. weiter…

ddp-lsa: Opferberatung meldet seit Jahresbeginn fast 100 rechte Übergriffe

Magdeburg (ddp-lsa). Die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt hat bis Ende September fast 100 rechtsextreme Gewaltstraftaten in Sachsen-Anhalt registriert. Von den insgesamt 99 erfassten Übergriffen seien 191 Menschen direkt betroffen gewesen, sagte Ralf Perbandt von der Mobilen Opferberatung am Montag in Magdeburg. Im vergangenen Jahr seien in diesem Zeitraum 115 bereits rechte Gewalttaten verzeichnet worden. Dieser leichte Rückgang dürfe dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es eine große Dunkelziffer in diesem Bereich gebe. weiter…

projektgegenpart.org: Untersuchungsausschuss zu Vorgängen der Dessauer „Polizeiaffäre“ beschädigt Ansehen der Polizei nicht

Akteure fordern Konsequenzen, Aufklärung und Transparenz//Unterstützungsangebot bei Weiterbildung unterbreitet

Am heutigen 08. Oktober 2007 konstituiert sich im Magdeburger Landtag der zehnte parlamentarische Untersuchungsausschuss, um mögliches polizeiliches Fehlverhaltens bei der Verfolgung rechtsextremer Straftaten in den Polizeidirektionen Dessau-Roßlau und Halberstadt näher zu beleuchten. weiter…

mz-web.de: Das große Schweigen bleibt

Vorfall ist Tabuthema im Dorf – Initiativkreis bemüht sich um Aufarbeitung
von Steffen Reichert, 07.10.07, 20:35h, aktualisiert 07.10.07, 21:24h
Pretzien/MZ. Friedrich Harwig hat mit sich gerungen. Soll er reden? „Wann immer ich etwas dazu gesagt habe“, erklärt der Bürgermeister, „es hat meinem Dorf nichts genützt.“ In dem 970-Seelen-Ort Pretzien, ganz in der Nähe von Schönebeck gelegen, hat das Wort „dazu“ eine neue Bedeutung erhalten. Es umschreibt, worüber hier kaum jemand sprechen möchte. Stattdessen wird unterteilt: in vorher und nachher. weiter…

volksstimme.de: Protest gegen die NPD

Gräfenhainichen / Bernburg
( dpa ). Mit einer Demonstration und mit dem Verbot eines Konzerts haben sich Bevölkerung und Polizei am Sonnabend in Gräfenhainichen und in Bernburg gegen Rechtsextremismus zur Wehr gesetzt. In Gräfenhainichen ( Landkreis Wittenberg ) gingen unter dem Motto “ Bunt statt Braun – gemeinsam der NPD entgegenstellen “ rund 400 Menschen auf die Straße.
…In Bernburg im Salzlandkreis untersagte die Polizeidirektion Dessau-Roßlau eine für Samstagabend geplante Musikveranstaltung von Rechtsextremen. “ Wir lassen uns auch von kurzfristig bekannt werdenden Veranstaltungen nicht überrumpeln. Rechte Musik funktioniert häufi g als Einstiegsdroge, um über den engeren Kreis von Neonazis hinaus Anhänger zu finden „, sagte Innenstaatssekretär Rüdiger Erben ( SPD ) laut einer Mitteilung. weiter…

mz-web.de: Kritischer Blick auf Polizei

Untersuchungsausschuss tagt – Vorsitzender will Offenheit und lobt Ermittler
erstellt 07.10.07, 20:41h, aktualisiert 07.10.07, 21:28h
Magdeburg/dpa/MZ. Der Polizei-Untersuchungsausschuss in Sachsen-Anhalts Landtag muss nach Ansicht seines Vorsitzenden Jens Kolze (CDU) „mit aller Offenheit“ möglichen Versäumnissen bei Ermittlungen gegen Rechtsextremismus auf den Grund gehen. Gleichzeitig sagte Kolze: „Ich gehe aber davon aus, dass wir als ein Ergebnis feststellen, dass die Polizei in Sachsen-Anhalt hervorragend arbeitet.“ Geklärt werden soll in dem Gremium, ob es ein spezifisches Problem bei der Verfolgung rechter Straftäter in Sachsen-Anhalt gibt. Der von der Linke-Fraktion initiierte Untersuchungsausschuss nimmt heute die Arbeit auf. weiter…

AP: Rechte in Sachsen verfügten über Polizeifotos politischer Gegner

Dresden (AP) Rechtsextremisten sind in Sachsen Polizeifotos von Personen der linksautonomen Szene zugespielt worden. Wie der Sprecher des sächsischen Justizministeriums, Martin Marx, am Montag mitteilte, handelt es sich um erkennungsdienstliche Fotos der Kriminalpolizei von 37 Personen. Außerdem seien Rechtsextremisten im Besitz von Polizeivideos gewesen, auf denen weitere neun Linksautonome zu sehen seien.
Die Fotos seien bei einer Hausdurchsuchung in einer von Rechtsextremisten in Dresden angelegten «Anti-Antifa-Akte» gefunden worden. weiter…

mdr.de: Sächsische Rechtsextremisten verfügen über Polizeifotos von Linken

Dresden: Polizei-Fotos von Vertretern der linksautonomen Szene sind in Sachsen in die Hände von Rechtsextremisten gelangt. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte, es handele sich um erkennungsdienstliche Fotos der Kriminalpolizei von 37 Personen. Die Bilder seien bei einer Hausdurchsuchung in einer Anti-Antifa-Akte von Rechtsextremisten in Dresden gefunden worden. Neben den Fotos seien die Rechtsextremisten auch im Besitz von Polizei-Videos gewesen, auf denen Linksautonome zu sehen gewesen seien. weiter…

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07. Oktober 2007

mz-web.de: Polizei löst rechte Feier auf

Geburtstag im Thor-Steinar-Laden – Platzverweise ausgesprochen
von Andreas Braun, 07.10.07, 17:13h, aktualisiert 07.10.07, 20:16h
Bernburg/MZ. Polizeistreifen und -fahrzeuge erregten am Sonnabend das Interesse der Bernburger. Es waren deutlich mehr Polizisten im Stadtgebiet unterwegs, als an anderen Tagen.

Der Grund: Im Internet war in Bernburg ein Treffen von Anhängern der rechten Szene angekündigt. Man habe sofort reagiert und die Streifen verstärkt, sagt Volker Sobczyk, Pressesprecher der Polizeidirektion Dessau. weiter…

mz-web.de: Stadt zeigt sich bunt und friedlich

Gräfenhainichen bietet im breiten Bündnis rechten Parolen die Stirn
von Klaus Adam, 07.10.07, 17:21h, aktualisiert 07.10.07, 19:27h
Gräfenhainichen/MZ. “Gräfenhainichen ist bunt und friedlich” – diesen Satz wiederholt Ulf Künemund am Sonnabend schier ohne Unterlass. Als einer der Mitorganisatoren der Anti-Nazi-Demonstration spricht er per Lautsprecher aus, was die Teilnehmer im Zug durch die Straßen zeigen wollen: Wir überlassen die Stadt nicht den Nazis bzw. rechten Parolen. Er spricht von über 500 Teilnehmern, die Polizei am Abend von 400. weiter…

mdr.de: Gräfenhainichen setzt Zeichen gegen rechts

Die Stadt Gräfenhainichen hat heute ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Nach einem Aufruf des Bürgermeisters versammelten sich am Vormittag Bürger der Stadt zu einem Demonstrationszug. Nach Veranstalterangaben beteiligten sich fast 400 Menschen. Alles sei friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen. Auch die Opferberatungsstelle Dessau-Roßlau unterstützte den Protest unter dem Motto “bunt statt braun”. Der Bürgermarsch war ursprünglich als Gegendemonstration geplant. Die rechtsextreme NPD wollte heute durch Gräfenhainichen ziehen. Das hatte die Polizei jedoch untersagt. Quelle

mz-web.de/Newsticker: 400 Menschen demonstrieren in Gräfenhainichen gegen rechte Gewalt

Rund 400 Menschen haben am Samstag in Gräfenhainichen (Landkreis Wittenberg) gegen Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt demonstriert. Unter dem Motto «Bunt statt Braun – gemeinsam der NPD entgegenstellen» hatten die Fraktionen des Stadtrates zur Bürgeraktion eingeladen. An der Spitze des Zuges stand Bürgermeister Harry Rußbült, wie die Polizei mitteilte. Auch die Opferberatungsstelle Dessau-Roßlau unterstützte den Protest. Nach einem Umzug am Vormittag mündete die Veranstaltung am Nachmittag in einem Stadtfest mit weiteren verschiedenen Aktionen und Live-Musik. Störungen gab es laut Polizei keine. Quelle

mz-web.de: Aus dem Saal geschickt

Rechte bei Tag der Heimat – Festveranstaltung Sudetendeutscher Köthener
erstellt 07.10.07, 17:57h, aktualisiert 07.10.07, 19:37h
Großpaschleben/MZ. Eine Gruppe junger Leute, die offensichtlich dem rechten Spektrum zuzuordnen ist, hat sich am Sonntagnachmittag ohne Einladung zur Festveranstaltung der Köthener Kreisgruppe der Sudetendeutschen anlässlich des Tages der Heimat im Freizeit- und Ferienhof Großpaschleben gesellt. weiter…

mz-web.de: Hakenkreuz auf Straße

Polizei sucht Zeugen – Weitere Zeichen gefunden
erstellt 05.10.07, 18:33h, aktualisiert 05.10.07, 21:50h
Köthen/MZ. Auf der Fahrbahn vor dem Hintereingang der Sparkasse in Köthen wurde am 2. Oktober ein Hakenkreuz festgestellt, welches durch unbekannte Täter mit einem weißen Fettstift in der Größe von 360 mal 400 cm aufgezeichnet wurde. Im Umfeld wurden weitere Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf das Straßenpflaster aufgemalt. weiter…

volksstimme.de: Prozess gegen rechte Schläger beginnt

Halberstadt ( sc ). Vor dem Amtsgericht Halberstadt beginnt am Dienstag, dem 9. Oktober, der Prozess gegen vier rechte Schläger, die an dem brutalen Überfall auf das Theaterensemble in Halberstadt am 9. Juni dieses Jahres beteiligt gewesen sein sollen. Verhandelt wird allerdings nicht in Halberstadt, sondern in den Räumen des Landgerichts Magdeburg. Den einschlägig vorbestraften Männern im Alter von 22 bis 29 Jahren, die zur Tatzeit alle unter Bewährung standen, wird gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. weiter…

volksstimme.de: Aktionstag an Schulen – Dauerhafte Arbeit gegen Rechts

Von Manja Nowitzki
Einen Aktionstag für Lehrer, Schüler, Eltern und Bildungsträger hat Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz für den 9. November ausgerufen. Doch viele Schulen in Halberstadt arbeiten schon länger an Projekten gegen Rechts. weiter…

volksstimme.de: Ausschuss befasst sich mit Polizei

Magdeburg ( ddp ). Der Untersuchungsausschuss zur Dessauer Polizeiaffäre wird sich am Montag um zehn Uhr in Magdeburg konstituieren. Der zehnte Parlamentarische Untersuchungsausschuss soll klären, ob Polizeibeamte bei der Verfolgung von rechtsextremen Straftaten Fehler begangen haben. Das Gremium wird sich mit insgesamt sechs Vorfällen befassen, darunter mit dem Verhalten von Polizeibeamten nach einem Überfall rechter Schläger auf Schauspieler in Halberstadt und Vorgängen in der Polizeidirektion Dessau. weiter…

ddp-lsa: Neonazis überfallen Schauspieler

ddp – Sonntag, 7. Oktober, 14:22 Uhr
Magdeburg (ddp-lsa). Vier Monate nach dem brutalen Überfall auf eine Gruppe Schauspieler in Halberstadt beginnt am Dienstag vor dem Amtsgericht Halberstadt der Prozess gegen vier Neonazis. Den vier Männern im Alter von 22 bis 29 Jahren wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie das Gericht mitteilte. Sieben Opfer des Überfalls wollen als Nebenkläger auftreten. Das Amtsgericht hat bis Ende Januar 2008 insgesamt 16 Verhandlungstage angesetzt. Die Verhandlung findet aus Platzgründen im Landgericht Magdeburg statt. weiter…

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05. Oktober 2007

mz-web.de: Eine Kleinstadt wehrt sich gegen Rechtsextremismus

Aken plant Netzwerk für Toleranz – Hilfe von bundesweitem Bündnis
erstellt 05.10.07, 18:29h, aktualisiert 05.10.07, 18:31h
Aken/MZ/lö. Im Jugendclub „Nomansland“ in Aken sind Rechtsextreme derzeit häufig Thema. Noch, sagt Matthias (22), würden sie im öffentlichen Leben des 9 000-Seelen-Ortes kaum wahrgenommen. Aber sie sind da. Treffen sich auf einem Grundstück in der Innenstadt, auf einem Parkplatz im Neubaugebiet. Und schlagen in jüngster Vergangenheit immer öfter zu. weiter…

gegenpart.org: Polizei räumt Ermittlungspanne bei der Verfolgung einer rechten Straftat in Oranienbaum (Landkreis Wittenberg) ein

gegen Beamten wird wegen des Verdachtes der Strafvereitelung im Amt ermittelt//Initiativen gegen Rechtsextremismus begrüßen konsequentes Handeln der Polizeidirektion Dessau-Roßlau und bieten Unterstützung bei der Qualifizierung von Polizisten an weiter…

ran1.de: Hakenkreuz-Schmiererei

Unbekannte malen verbotenes Symbol auf Straßenoberfläche

In Köthen haben Unbekannte ein 3,60 x 4 m großes Hakenkreuz auf die Fahrbahn vor dem Hintereingang der Sparkasse geschmiert. Im Umfeld wurden weitere Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen entdeckt, die alle mit einem Fettstift aufgemalt wurden. Die Polizei hofft nun auf die Mithilfe der Bevölkerung, um die Straftaten aufzuklären. Wer Hinweise geben kann, soll sich bitte an das Polizeirevier Köthen oder jede andere Polizeidienststelle wenden. Quelle

volksstimme.de: Hausverbot: Stadt setzt NPD-Mann vor die Rathaustür

Magdeburg. Zum ersten Mal hat die Stadt Magdeburg, in persona der Oberbürgermeister, einem Bürger ein längeres Hausverbot erteilt. Gustav Haenschke, Mitglied im Magdeburger Kreisvorstand der NPD, darf für sechs Monate das Alte Rathaus nicht betreten. Somit kann Haenschke an keiner Stadtratssitzung als Zuhörer teilnehmen, was er in den vergangenen Monaten regelmäßig getan hatte. weiter…

volksstimme.de: Nazischmiererei

Parchau ( kö ). In der Nacht zum Sonntag wurde an einer Reihe von Häusern, Toren und Verkehrszeichen rechtsextreme Zeichen und Losungen geschmiert. Sie sollen volksverhetzenden und verfassungsfeindlichen Charakter gehabt haben. 19 Schmierereien wurden am gestrigen Vormittag an verschiedenen Stelle im Dorf festgestellt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Die Beamten gehen davon aus, dass es kein Einzeltäter gewesen sein kann. weiter…

volksstimme.de: Zum Rechtsextremismus – Lehrer bilden sich im Bfw fort

Staßfurt ( rk ). Zum Thema “ Pädagogisches Handeln gegen Rechtsextremismus : Prävention und Krisenintervention in der Schule “ findet am 9. Oktober eine regionale Lehrerfortbildungsveranstaltung im Berufsförderungswerk ( Bfw ) Sachsen-Anhalt in Staßfurt statt. Das teilte der Chef des Landtagsausschuss für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Gunnar Schellenberger, der Volksstimme mit.

“ Jugendliche finden auf anderen Wegen zur Politik als Erwachsene. Für sie sind Musik, Kleidung, Lifestyle und Clique zumindest im ersten Schritt wichtiger als Schulungen, Parteiversammlungen oder politische Programme „, erklärte er. weiter…

volksstimme.de: Jugendkultureller Rechtsextremismus heute – Zwischen Schulhof-CD und Thor Steinar

Wernigerode ( rsc / ru ). Die Zeiten sind vorbei, da Anhänger der rechten Szene an Bomberjacken, Springerstiefeln und kahlgeschorenen Köpfen leicht zu erkennen waren.

Etwa 70 Lehrer und Mitarbeiter von Behörden informierten sich in einer internen Fortbildung im Rahmen der Wernigeröder Pädagogischen Gespräche über Hintergründe und mögliche Strategien gegen rechtsextreme Aktivitäten im Schulbereich.
“ Das Bild der rechten Szene „, so referierte David Begrich vom Verein “ Miteinander „, “ ist heute vielfältiger und offensiver geworden. “ weiter…

AP: Prozess wegen Überfall auf Theaterensemble beginnt am Dienstag

AP – Donnerstag, 4. Oktober, 11:34 Uhr
Magdeburg (AP) Rund vier Monate nach dem Überfall von Neonazis auf Mitglieder eines Theaterensembles in Halberstadt beginnt am kommenden Dienstag (9. Oktober) der Prozess gegen vier Tatverdächtige. Die Staatsanwaltschaft wirft den 22 bis 29 Jahre alten Männern gefährliche Körperverletzung vor und hat Anklage beim Amtsgericht Halberstadt erhoben. Der Strafrahmen des Gesetzes sieht dafür Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren vor. weiter…

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01. Oktober 2007

mz-web.de: Polizist bleibt nach Hakenkreuzschmiererei untätig

Ermittlungen gegen 53-Jährigen – Verdacht der Strafvereitelung im Amt
erstellt 01.10.07, 17:21h
Oranienbaum/dpa. Im Zusammenhang mit einer Hakenkreuzschmiererei hat die Polizei eine interne Ermittlung gegen einen Beamten aus Oranienbaum (Landkreis Wittenberg) eingeleitet. Der 53-Jährige soll nach einem entsprechenden Vorfall weder eine Strafanzeige aufgenommen noch Beweise gesichert haben, teilte die Polizeidirektion Dessau-Roßlau am Montag mit. Es bestehe der Verdacht der Strafvereitelung im Amt, der Polizist müsse auch mit dienstrechtlichen Ermittlungen rechnen. Zunächst sei er in einen anderen Dienstbereich versetzt worden, wo er unter verstärkter Dienstaufsicht stehe. weiter…

ddp-lsa: Keine Anzeige nach Hakenkreuzschmiererei

Montag, 1. Oktober, 15:33 Uhr
Oranienbaum (ddp-lsa). Wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt wird gegen einen Polizeibeamten des Reviers Oranienbaum (Landkreis Wittenberg) ermittelt. Er soll bereits vor vier Wochen nach einer Hakenkreuzschmiererei auf einem Fahrzeugdach auf die Aufnahme einer Strafanzeige und die Sicherung von Beweisen verzichtet haben, wie die Polizei am Montag in Dessau mitteilte. Der Vorfall sei erst in der Nacht zum Sonntag offiziell bekannt geworden. weiter…

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September 2007

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  1. 1 November 2007 «

    […] Stendal: Vor dem Landgericht hat der Prozess gegen drei mutmaßliche Rechtsextreme begonnen. Sie sollen Anfang August eine vietnamesische Familie in deren Wohnung in Burg überfallen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten gefährliche Körperverletzung vor. Sie hatten bei dem Überfall ausländerfeindliche Parolen gerufen und den 14-jährigen Sohn der Familie verletzt. Die herbeigerufenen Polizisten hatten damals die mutmaßlichen Täter nicht gleich festgenommen. Zwei leitende Polizisten in Burg mussten deshalb ihre Funktionen abgeben. weiter… ______________________________________________ Oktober 2007 […]






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