Artikel/Dokumentationen
31. Oktober 2009 / Mehringen: Neonazikonzert bei Aschersleben in Sachsen-Anhalt aufgelöst
Polizei beendet Konzert mit 310 Besuchern / Teilnehmer werfen mit Flaschen und Stühlen auf Polizeibeamte / Nachfolgestruktur des verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes auch in Sachsen-Anhalt aktiv
Ein für den 31. Oktober 2009 in „Mitteldeutschland“ angekündigtes Konzert mit den extrem rechten Bands „Frontalkraft“, „Sachsonia“, „Kommando Skin“, „Priorität 18“ und „White Resistance“ wurde von Polizeieinsatzkräften aufgelöst. Dem Organisator Oliver Malina sei bereits im Lauf des Abends an einem Schleusungspunkt von Polizeibeamten mitgeteilt worden, dass die Veranstaltung polizeilich untersagt sei, wie der Einsatzleiter später bekannt gab. Der Ortsteil Mehringen bei Aschersleben ist daraufhin abgesperrt worden und zahlreiche weitere Konzertbesucher mussten bereits am Ortseingangsschild wieder die Heimreise antreten. Vor dem Veranstaltungsort, einem Objekt der „Schützengesellschaft Mehringen 1903 e.V.“ auf der „Insel“ an der Bahnhofstraße befanden sich indes bereits ca. 70 Fahrzeuge von Konzertbesuchern.
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17.Oktober 2009 / Leipzig: „Recht auf Zukunft“
„Ich lass mich hier doch nicht verarschen“
Für den 17. Oktober 2009 hatten die „Nationalen Sozialisten Leipzig“ zu einer bundesweiten Großdemonstration aufgerufen. Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich die seit Jahren in der Region aktiven Neonazis um den sächsischen JN-Landesvorsitzenden Tommy Naumann, die je nach Anlass auch unter den Namen „Freies Netz“ und „JN Leipzig“ auftreten. Unter dem Demonstrationsmotto „Recht auf Zukunft“ starteten sie schon Mitte des Jahres eine Kampagne, deren Abschluss die Demonstration in Leipzig sein sollte. Unterstützt wurden sie von verschiedenen neonazistischen Druckereien und Versänden sowie dem Bundesvorstand der „Jungen Nationaldemokraten.“
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10.Oktober 2009/Berlin: „Wir haben diese Namen und wir haben die Adressen.“
Mehr als 800 Neonazis wollen Rache und lügen sich dabei selbst in die Tasche // Veranstalter verlesen Feindeslisten und rufen zu Gewalt auf // Teilnehmer sehen sich in der Tradition der SA
Nachdem es in der Nacht zum 04. Oktober 2009 in Berlin/ Schönweide zu einem versuchten Brandanschlag auf die von der rechten Szene genutzte Kneipe „Zum Henker“ kam, demonstrierten unter dem Motto „Vom nationalen Widerstand zum nationalen Angriff“ am 10. Oktober 2009 über 800 Neonazis durch Berlin-Mitte und Friedrichshain. Die Täter, die zwei Brandsätze in Richtung der von etwa 40 Besuchern belebten Lokalität im Erdgeschoss eines Wohnhauses warfen, verletzten bei ihrer Flucht drei Neonazis, die versuchten den Wagen zu stoppen – einer von ihnen wird noch intensivmedizinisch betreut. Neonazi- wie Antifa-Szene spekulierten anschließend im Internet darüber, dass der Tathergang nicht so wirklich zum Schema der Linken passe. Die Ermittlungsgruppe „Joker“ der Berliner Polizei ermittelte in den Folgetagen mit Hochdruck, durchsuchte am Abend vor dem Aufmarsch mehrere Wohnung von mutmaßlichen Tatverdächtigen und nahm sieben Personen in Untersuchungshaft. Laut Pressemitteilung der Polizei am Freitagabend hätte keiner der Täter aus politischen Motiven gehandelt oder sei der rechten oder linken Szene zuzuordnen. Auch die Vermutung, dass es sich bei den Tätern um Mitglieder eines Rockerclubs handeln könnte trifft nicht zu, wie die Berliner Zeitung schrieb. weiter…
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03.Oktober 2009/Bitterfeld: „Wir sind diejenigen, die die Demokraten bis aufs Mark erschüttern, wenn unsere Schlachtrufe durch die Straßen von Bitterfeld schallen.“
etwa 110 Spieler vom braunen Team „wollen alles“ // bunte Mannschaft mit weniger Resonanz als erwartet // Team Green stellt zahlenmäßig größte Mannschaft auf dem Platz
Mit dem sperrigen Motto “Laß dich nicht verarschen – Werde aktiv! Wir wollen alles! Freiheit, soziale Gerechtigkeit – Ein neues Deutschland!”mobilisierten für den 03. Oktober 2009 die „Freien Nationalisten aus Bitterfeld und Dessau“ zu einem Aufmarsch nach Bitterfeld. An der Veranstaltung des einschlägig verurteilten[Erst-*]Anmelders Per M. (mehr dazu hier…) und des Dessau-Roßlauer Neonaziaktivisten Alexander W. (mehr dazu hier…) nahmen bis zu 110 Personen aus der Region Anhalt, Burg, Mansfeld-Südharz, dem sächsischen Schkeuditz, Freiberg, Leipzig und Dresden, dem brandenburgischen Königs Wusterhausen und anderen Städten teil. An einer Antifa- und einer zivilgesellschaftlichen Bündnis-Demonstration nahmen jeweils bis zu 100 Personen teil. Eine Kundgebung der IG Metall wurde laut Polizeiangaben von bis zu 80 Teilnehmern unterstützt. Im Vorfeld des „Tags der deutschen Einheit“ versuchte die Polizei die Proteste gegen den Neonaziaufmarsch durch Kriminalisierung zu erschweren. weiter…
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12. September 2009/Pößneck: „Fest der Völker“ – irgendwo muss das Geld ja herkommen…
Am 12. September 2009 veranstaltete der NPD-Kreisverband Jena in Zusammenarbeit mit „Freien Kräften“ des Neonazispektrums das so genannte „Fest der Völker“ im ostthüringischen Pößneck. Statt der erwarteten 1.500 bis 2.000 Neonazis aus ganz Europa nahmen in diesem Jahr weniger als 500 an dem Konzertevent teil. Nach dem im Vorfeld geführten Rechtsstreit musste die Veranstaltung kurzfristig vom „Viehmarkt“ in der Innenstadt ins „Schützenhaus“, einer Immobilie des bundesweit bekannten Neonazis Jürgen Rieger verlegt werden. Bis zu 1.000 Nazigegner versuchten an diesem Tag in Pößneck ein Zeichen für Toleranz zu setzen oder den anreisenden Neonazis den Weg zum Veranstaltungsort zu erschweren. Die Polizei lässt sich zum Handlanger der extremen Rechten machen und setzt auf deren Wunsch die Pressefreiheit für Stunden außer Kraft. weiter…
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11. Juli 2009 / „Rock für Deutschland“: „Gera bleibt deutsch!“ …? schöne Scheiße!
Seit 2003 finden im thüringischen Gera Neonazikonzerte in aller Öffentlichkeit statt – zuerst unter dem Motto „Rock gegen Krieg“, ab 2005 in „Rock für Deutschland“ umbenannt. Folgten in den Jahren 2003 und 2004 noch 200 bzw. 150 Teilnehmer den Aufrufen zur Veranstaltung, so waren 2005 bis 2008 jedes Jahr bereits 600 bis 750 Neonazis in Gera angereist. Die siebente Veranstaltung im Jahr 2009 übertraf jedoch alle Erwartungen. Mit der Kultfigur der Neonaziszene, Michael Regener, alias „Lunikoff“, gelang es einen unrühmlichen Publikumsrekord in der Stadt zu erreichen. Unter dem Motto: „Hier bleiben – anpacken!“ lauschten mindestens 4000 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet bei Bratwurst und alkoholfreiem Bier Reden von NPD-Chef Udo Voigt, NPD-Bayern-Vertreter Patrick Schröder oder den thüringischen Lokalagitatoren Peter Nürnberger und Frank Schwerdt. Neonazibands wie „Brainwash“, „Blitzkrieg“, „Sleipnir“ und „Die Lunikoff-Verschwörung“ sorgten für das angemessene Rahmenprogramm, um auch zahlreiche Szenevertreter anzulocken, die sich eher selten für politische Veranstaltungen begeistern lassen. Nur wenige Neonazi-Open-Air-Veranstaltungen erreichten in Vergangenheit eine Höhere Teilnehmerzahl. Die Handelsreisenden der Szene machten an ihren Verkaufsständen ganz sicher den Umsatz des Jahres mit ihrem Angebot an Musik, Kleidung und diverser andere Devotionalien, wie sie das Neonaziherz erfreut. weiter…
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20. Juni 2009 / Bitterfeld und Dessau: …bei Sonnenschein und Regenschauer “Arbeiter im Kampf gegen das System”
Am 20. Juni 2009 veranstalten die “Freien Nationallisten Anhalt-Bitterfeld und Dessau” zwei Kundgebungen in Folge in Bitterfeld und Dessau. Wie auch die JN-Sachsen-Anhalt drei Tage zuvor (siehe hier…) bezogen sich die extrem rechten Veranstalter auf den Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953 in der DDR. Bis zu 35 Neonazis aus Anhalt-Bitterfeld, LK Wittenberg, Dessau-Roßlau und Schkeuditz nahmen, teils im Regenschauer, an den Kundgebungen mit Kostümierung und Laientheater teil. weiter…
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17. Juni 2009 / „Halle/ Saale – Gegner mit Qualität“
Dass sich die Neonazi-Szene gern historischer Ereignisse bedient, und sich damit eine revolutionäre Tradition konstruiert, ist nichts Neues. In Sachsen-Anhalt ist es unter anderem der Jahrestag des Arbeiteraufstandes am 17. Juni 1953 in der DDR, dem die Neonazis seit mehreren Jahren ihre Aufmerksamkeit schenken. Das von ihnen zum „Aufstand gegen Fremdherrschaft und Besatzung“ umgedeutete Ereignis dient dabei als Projektionsfläche für ihr Konstrukt vom deutschen Volk und die eigenen Umsturzphantasien. weiter…
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13. Juni 2009 / Arnstadt: Thüringentag der nationalen Jugend
Am 13. Juni 2009 fand im Arnstädter Schlossgarten der achte „Thüringentag der nationalen Jugend“ statt. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich bis zu 300 Neonazis, um das breite Angebot von neonazistischer Live-Musik, extrem rechten Rednern, Spiel und Spaß für Kinder und Verkaufsständen mit Devotionalien, wie sie das Neonaziherz begehrt, zu konsumieren. weiter…
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07. Juni 2009 Kommunalwahlen Sachsen-Anhalt
Mit 19 neuen Mandaten der „Systemüberwindung“ ein kleines Stück näher; Sachsen-Anhalt hat gewählt – zumindest ein Teil des Bundeslandes. Neonazistische NPD wirft im Wahlkampf lange Schatten voraus, holt weitere Mandate aber bleibt weit hinter den Erwartungen zurück.
Von Tilo Giesbers und Mario Bialek
[zuerst veröffentlicht auf www.mut-gegen-rechte-Gewalt.de / 09.Juni 2009]
Mit einer überwiegenden Wahlbeteiligung unter 40 Prozent wurde in Sachsen-Anhalt und sechs weiteren Bundesländern am 07. Juni 2009 neben dem Europaparlament auch über neue Vertreter in Kommunalparlamenten abgestimmt. Die NPD hatte sich viel zu diesem Wahlgang vorgenommen und kündigte den „flächendeckenden Antritt zu den bevorstehenden Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt“ an. Bei der Partei, deren Vertreter gern von einem Deutschland größer als in den bundesrepublikanischen Grenzen träumen, entsprang „flächendeckend“ allerdings doch eher einer Großmachtphantasie. Die anvisierten Ziele, „den Einzug in Fraktionsstärke bei den Stadtratswahlen“, konnte die neonazistische NPD zwar bei Weitem nicht erreichen, aber ihre Mandate in den Kommunalparlamenten haben sie dennoch vermehren können. Ob sie „bedeutende Veränderungen im kommunalen Machtgefüge“ herbeiführen können und wie die demokratischen Parteien mit dieser Zielsetzung der NPD-Politiker umgehen werden, wird die Zukunft zeigen. weiter…
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04. Juni 2009 / Halle “Oseberg”-Eröffnung: „Thor Steinar“ gibt in Leipzig auf und hofft nun in Halle auf gute Geschäfte
Seit dem 04. Juni 2009 gibt es auch in Halle in bester Innenstadtlage Bekleidung der Marke „Thor Steinar“ zu kaufen, die sich in der extrem rechten Szene ausgesprochener Beliebtheit erfreut. Begleitet von Protesten eröffnete die in Brandenburg gegründete „MediaTex GmbH“ an diesem Tag eine Filiale namens „Oseberg“ am oberen Boulevard, nur wenige hundert Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Mehr als 150 Menschen protestierten am Vormittag der Eröffnung direkt vor dem Laden. Dabei kam es zu mehreren Zwischenfällen. Nachdem eine der mutmaßlich Angestellten einen vollen Becher Kaffee aus dem Laden heraus auf die Demonstranten warf, flogen mehrere Eier gegen die Außenfassade. Der ehemalige Geschäftsführer und Betreiber des Unternehmens, Uwe Meusel aus Königs Wusterhausen war bei der Eröffnung persönlich anwesend. Er war zwar bemüht, sich unbeeindruckt von den Demonstranten zu zeigen, seine Anspannung wurde jedoch deutlich, als er unter den Augen der Polizei mehrmals einzelne Personen angriff, u.a. auch einen Stadtrat der „Linken“. Laut einem Bericht der „taz“ fiel Meusel nicht zum ersten Mal durch seine Aggressivität auf. So bedrohte er im Sommer 2008 in Berlin die Sprecherin einer Bürgerinitiative und ging am Rande der Verhandlung am Amtsgericht Tiergarten Anfang Juni auf einen Fotografen los. weiter…
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23. Mai 2009 / Luckenwalde: 60 Jahre Grundgesetz – „Gegen diese Zustände wird sich der nationale Widerstand zur Wehr setzen.“
Am 23. Mai 2009 marschierten etwa 300 Neonazis aus Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt durch die brandenburgische Kleinstadt Luckenwalde. Unter dem Motto: „60 Jahre Lüge sind genug – Schluss mit diesem Volksbetrug“ wollten sie ihre Abscheu gegen das deutsche Grundgesetzt an dessen Jahrestag zum Ausdruck bringen. Nach einem gerichtlichem Beschluss wurde dieses Motto und das dazugehörige Flugblatt als Verunglimpfung des Staates angesehen. Das Flugblatt der „Freien Kräfte Teltow Fläming zeigte einen imaginären Grabstein, welcher die Lebensdaten des Grundgesetztes von 1949 bis 2009 herbei halluzinierte. Zudem sei die BRD als „feiger und erbärmlicher Staat“ bezeichnet worden. Das Motto, der von NPD und freien Kameradschaften beworbene Demonstration wurde schließlich auf „Freiheit statt BRD“ abgewandelt. Sprechchöre und Redner stellten hingegen unmissverständlich klar, dass jenes Grundgesetz, welches ihnen ermöglicht, gegen selbiges zu demonstrieren, für sie keine geltende Rechtssprechung darstelle. weiter…
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Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt: Brutale Schläger, intellektuelle Kader
zuerst veröffentlicht auf www.netz-gegen-nazis.de (26. Mai 2009)
Die rechtsextreme Szene in Sachsen-Anhalt gilt als besonders gewaltbereit. Eine entscheidende Rolle spielt die NPD-Nachwuchsorganisation “Junge Nationaldemokraten” (JN), die das parteiungebundene Kameradschaftsspektrum mit ihrer Mutterpartei NPD vereint und sich zugleich als deren intellektuelle Elite versteht. weiter…
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08. Mai 2009 / Burg: „Diese Typen sind der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.“
8. Mai `45 – Kapitulation Nazideutschlands? „Wir feiern nicht!“
Neonazis überraschen in Burg (bei Magdeburg) mit unerwarteter Teilnehmerzahl und stellen einmal wieder unmissverständlich klar, in welcher Tradition sie sich einreihen.
Am 08. Mai 1945 unterzeichnete der deutsche Generalfeldmarschall Keitel im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Jenes Datum markiert bis heute und in ferne Zukunft das Ende des zweiten Weltkrieges in Europa und die Befreiung vom Nationalsozialismus. „Die Nationale Freiheitsbewegung wird einen Teufel tun, sich zu diesem Datum, welches sogenannte „Gutmenschen“, gern als Feiertag sehen wollen, nicht zu äußern.“, musste man auf einem Flugblatt lesen, welches am Rande eines Aufmarsches von etwa 300 Neonazis in Burg verteilt worden ist. Die „Freien Kräfte“ meldeten an diesem gedenkträchtigen Feiertag eine Demonstration unter dem Motto: “8.mai – wir feiern nicht!” ab 18.00 Uhr an. Eine öffentliche Mobilisierung zu diesem Aufmarsch suchte man in öffentlichen Quellen vergebens. Über die Zahl der Teilnehmer, die sich mit ausgesprochen konspirativer, klandestiner Bewerbung nach Burg im Jerichower Land mobilisieren ließen, staunten nicht nur die knapp aufgestellten Polizeikräfte. weiter…
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Sachsen-Anhalt: Extrem rechte Kandidaten bei den Kommunalwahlen am 7. Juni 2009
zuerst veröffentlicht bei: Mut-gegen-rechte-Gewalt.de
Das Bundesland Sachsen-Anhalt gilt zwar als eine Hochburg von Neonazis und auch von Neonazigewalt. Politisch konnte die rechtsextreme Bewegung dort bislang allerdings weniger Fuß fassen. Jetzt soll sich das offenbar ändern, wie in Blick in die Kandidatenlisten der Kommunalwahl erhellt. Für Rechtsradikale kommt erleichternd dazu: Eine Prozenthürde gibt es diesmal nicht.
Derzeit werden im Bundesland Sachsen-Anhalt – soweit bekannt – „nur“ 23 Mandate in 17 der annähernd 1.000 Kommunalparlamente Sachsen-Anhalts von Vertretern der Extremen Rechten besetzt, darunter fünfzehn für die „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD) und je eins für einen Sportverein und für die „Deutsche Volksunion“ (DVU). Weiter zählen dazu drei für die „Deutsche Partei“ (DP) erreichte Mandate sowie je zwei für NPD und „Die Republikaner“ (REP), deren sämtliche Platzhalter aus ihren Parteien ausgetreten sind, ihre Sitze aber behielten. weiter…
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01. Mai 2009 / Freiberg: „Spaßnationale“ on tour…
Katz` und Mausspielchen mit der Polizei, Randale und geselliges Beisammensein am 01. Mai im sächsischen Freiberg und anderswo.
Nachdem am 01. Mai vergangenen Jahres die Neonaziszene geeint zu einem zentralen Aufmarsch nach Hamburg mobilisiert hatte, bei dem es zu massiven Ausschreitungen und Angriffen von Neonazis gegen Polizei, Journalisten und Gegendemonstranten kam, versuchten bundesdeutsche Gerichte einer derartigen Neuauflage den Riegel vor zu schieben. Ein Verbot für den 01. Mai diesen Jahres geplante Aufmarsch „Freier Kräfte“ in Hannover wurde letztlich am Vortag vom Bundesverfassungsgericht aufgrund zu erwartender Ausschreitungen durch Neonazis bestätigt (mehr dazu hier…). Bereits in den Wochen zuvor war zu erkennen, dass die Neonaziszene in diesem Jahr strategisch auf ein dezentrales Konzept setzen wird. In zahlreichen Städten fanden am 01. Mai 2009 große und kleinere teils angemeldete, teils unangemeldete Aufmärsche statt, bei denen es neben Sachbeschädigungen von Gegendemonstranten auch mehrfach zu massiven Ausschreitungen und gewalttätigen Angriffen von Neonazis auf Polizei und Nazigegner kam. weiter…
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07. März 2009 / Dessau: „Wenn wir wollten könnten wir sie mit einem Handstreich von diesem Platz fegen.“
300 Neonazis marschieren am 07. März 2009 mehr als zehn Kilometer durch die Muldestadt. Die ehemalige NPD-Landesvorsitzende Carola Holz und „Freie Nationalisten aus Anhalt/Bitterfeld und Dessau“ riefen zu „Trauermarsch“ anlässlich der kriegsnotwendigen Bombardierung der Stadt `45 auf. Stadt und zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteure setzen in Dessaus Innenstadt mit 500 Teilnehmern heiteres, stimmungsvolles Zeichen gegen extrem rechten „Trauermarsch“. Das Vorhaben, den braunen Spuk zu blockieren gelingt nicht. Neonaziredner verlangen an diesem Tag geradezu ungehalten nach Anzeigen wegen Volksverhetzung. weiter…
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05. März 2009 / Dessau: Nazi”Warm-up”
Bombenstimmung bei „Mitteldeutschen Freiheitskämpfern“
extrem rechter Kostümball mit Skeletten und Sensenmann // Clowns und Tempo-Taschentücher gegen Neonazitrauerspiel
Zwei Tage vor dem Jammermarathon “Gegen das Vergessen – Zum Gedenken der Opfer des Bombenangriffs auf Dessau am 07.03.1945″ hielten die „Freien Nationalisten“ aus Dessau und Anhalt-Bitterfeld eine „Warm-up“-Kundgebung in der Dessauer Innenstadt unter selbigem Motto ab. Dieser Neonaziaufmarsch wird am 07. März 2009 laut Planung etwa sieben Kilometer durch ganz Dessau führen. Anmelder Alexander W. und die ersten eingetroffenen Kameraden staunten nicht schlecht, als sie von zwei Clowns und XXL-Tempo-Taschentüchern am Kundgebungsort begrüßt worden sind. Nur sehr zögerlich nahmen die Neonazis ihren zugewiesenen Kundgebungsplatz ein, über dem ein Transparent der Clowns hing, das „Bombenstimmung“ verbreiten sollte. Zahlreiche zuvor verteilte Packungen Tempo-Taschentücher auf Din A3 und andere Verschönerungen rings um den Kundgebungsort sorgten zunächst für designierte Stimmung bei den Kameradinnen und Kameraden. weiter…
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21. Februar 2009 / Groß Börnecke
mz-web.de: Trauerzug für getötete Schwangere
Einwohner von Groß Börnecke entzündeten Kerzen an einer Kirche – Auch 30 NPD-Anhänger versammelten sich weiter…
mdr.de: Trauerzug gedenkt getöteter Schwangeren
Einwohner von Groß Börnecke im Salzlandkreis haben am Sonnabend mit einem Trauerzug durch den Ort ihre Anteilnahme am Schicksal der getöteten hochschwangeren Frau zum Ausdruck gebracht. weiter…
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14. Februar 2009 / Dresden [Bilder]
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Dresden im Februar: „Formation einnehmen und Hände aus den Taschen“
Fackelmarsch am Freitag den 13ten // größtes Neonazievent europaweit am Samstag // Neonaziangriffe vor, während und nach dem Aufmarsch
Auch in diesem Jahr am Wochenende des 13. und 14. Februar 2009 fanden in Dresden zwei Großaufmärsche der Neonaziszene statt. Am Samstag folgten zwischen 6.000 und 7.000 Neonazis dem Aufruf der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ (JLO). Bereits am Freitagabend mobilisierte das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ mehr als 1.000 Neonazis nach Dresden, um einen Fackelmarsch unabhängig von JLO, NPD und der breiten Masse der extrem rechten Szene durchzuführen. Neben den Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an beiden Aufzügen auch Delegationen aus verschiedenen europäischen Ländern teil. weiter…
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Januar 2009 / Dessau: Rødberg-Eröffnung
Seit dem 17. Januar 2009 hat das Verkaufsgeschäft Rødberg in der Dessauer Wagnerpassage eröffnet. In der Verkaufseinrichtung des Inhabers Enrico Specht wird vorrangig Kleidung angeboten, die sich in der Neonazi-Szene großer Beliebtheit erfreut, so beispielsweise “Thor Steinar” und “Erik and Sons”. Neben diesen Modemarken werden u.a. Kampfsportartikel und Fan-Bekleidung des “ASG Vorwärts Dessau” vertrieben – ferner zählt der Laden neben zahlreichen namhaften Institutionen zu den Sponsoren der Freiwilligen Feuerwehr Klitschena.weiter…
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24.Januar 2009 / Genthin: Rechtsrock-Wiederholungstäter
Bereits am 24. Januar 2009 veranstalteten Rechtsextreme wiederholt in Genthin ein Neonazikonzert. In der Tanzbar „Neue Welt“ in Genthin/Altenplathow fand nicht die erste Musikveranstaltung der rechten Szene statt, wie der Pressesprecher des zuständigen Polizeireviers bestätigt. Bereits am 31. Oktober 2008 hatte die Polizei eine ähnliche Veranstaltung in den selben Räumlichkeiten aufgelöst. „Diesen Veranstaltungsort können Sie privat anmieten!“, preist die Inhaberin im Internet an. Noch im Frühjahr 2008 hatte die regionale Neonaziszene ein als „Baracke Genthin“ bekanntes Objekt als „nationalen Jugendclub“ angemietet und dort ebenfalls versucht Rechtsrockkonzerte zu veranstalten. Nach der Kündigung des Mietvertrages ist das Problem offensichtlich nicht verschwunden. weiter…
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17. Januar 2009 / Magdeburg: „Könnt Ihr das Rauchen unterlassen Kameraden?“ – Wasser predigen und Wein saufen
Am 17. Januar 2009 führte die neonazistische „Initiative gegen das Vergessen“ ihren Trauermarsch gegen die kriegsnotwendigen Realitäten in Magdeburg durch und eröffnete damit zugleich die Flutsaison der Nazitränen 2009. Wegen mehrerer Straßenblockaden mussten die mehr als 700 Neonazis mehrfach Umleitungen ihrer Route in Kauf nehmen. Zwei Veranstaltungen antifaschistischer Gruppen fanden mit insgesamt 500 Teilnehmern statt. Die „Meile der Demokratie“ blieb trotz geschätzter 1000 Teilnehmer unter den Erwartungen der Veranstalter. Das Konzept, große Teile der Innenstadt demokratisch mit über 100 Ständen zu besetzten ging zwar auf, aber das Interesse des gemeinen Magdeburgers, Demokratie und Toleranz auf den Straßen der Landeshauptstadt mit Leben zu füllen, scheint nur dünn beseelt zu sein. weiter…
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27. Dezember 2008 / Salzwedel: „Jetzt ist Krieg hier!“
breiter zivilgesellschaftlicher Protest behindert gewaltbereiten Neonaziaufmarsch
Am 27. Dezember 2008 nahmen etwa 280 bis 300 Neonazis, vorwiegend aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, an der Jahresabschlussdemonstration des NPD-Kreisverbandes Salzwedel teil. Unter dem Motto: „Unser Volk lässt sich nicht verspekulieren! Aufstand wagen – Kapitalismus zerschlagen!“ fand der wohl aggressivste Neonaziaufmarsch in Sachsen-Anhalt statt. Die Neonazis griffen zum Auftakt Gegendemonstranten an und durchbrachen mehrfach das Spalier von Polizeikräften. Flaschen, Steine und Pyrotechnik wurden von den Neonazis geworfen. Nach zivilgesellschaftlichem Protest gelang es dennoch, den Aufmarsch nach wenigen hundert Metern zum Rückzug zu zwingen. weiter…
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19. Dezember 2008 / Bernburg: „Ihr kotzt uns an!!!“
NPD-Landesgeschäftsstelle in Bernburg eröffnet // JN eilt der Mutterpartei populistisch provokativ zu Hilfe //breiter zivilgesellschaftlicher Protest // alte „SED-Parteigenossen“ auf beiden Seiten
Angesichts des zurückliegenden Bruchs im Landesvorstand (mehr dazu hier…) und in Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen 2009 bemüht sich die NPD derzeit nicht nur, ihre Arbeitsfähigkeit weiter unter Beweis zu stellen, sondern versucht auch den Eindruck steigender Professionalität vermitteln. Vor diesem Hintergrund eröffnete die NPD Sachsen-Anhalt am 19. Dezember 2008 in Bernburg, Am Markt 28 ihre Landesgeschäftsstelle. In den Parterreräumen des Gebäudes sitzt bereits die Bundesgeschäftsstelle der Jungen Nationaldemokraten (JN) und bis Mai 2008 befanden sich dort auch die Geschäftsräume des mittlerweile nach Köthen verzogenen Neonaziladens „Nordic Flame“ (mehr dazu hier…). Begleitet wird die Eröffnung der Geschäftsstelle mit einer Kundgebung der NPD-Jugendorganisation (JN) und breitem zivilgesellschaftlichem Protest. weiter…
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16. Dezember 2008 / Dessau-Roßlau: “Wer überwacht die Überwacher?”
Seit dem 16. Dezember 2008 hat die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost zwei Kameras im Bereich der Schlachthofstraße 25, dem Vereinsobjekt des Alternativen Jugendzentrums in Dessau, installiert. Infolge mehrerer rechtsextremer Angriffe auf das Haus, kam es seit Mitte des Jahres zu Diskussionen zwischen Polizei und Verein, bei denen sich der Verein gegen eine Kameraüberwachung aussprach. Zunächst sollen die Kameras für sechs Monate zur Verhinderung von Straftaten in diesem Bereich getestet werden. Für die folgende Entscheidung über den weiteren Betrieb werden jegliche Straftaten zum Anlass genommen, die dauerhafte Überwachung zu rechtfertigen. weiter…
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06. Dezember 2008 / Berlin: Neonaziaufmarsch der NPD und freien Kameradschaften
Unter dem Motto: “Jugend braucht Perspektiven – Für die Schaffung eines nationalen Jugendzentrums” marschierten am 06. Dezember 2008 in Berlin mit etwa 600 Neonazis. weiter…
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29. November 2008 / Bitterfeld/Dessau: „Die Teilnehmer möchten nicht fotografiert werden – unterlassen Sie das!“
Neonazis machen spontanes Kundgebungs-Hopping in Bitterfeld und Dessau
Am 29. Novemer 2008 veranstalteten Neonazis der Region Anhalt in Bitterfeld-Wolfen und Dessau-Roßlau zwei Kundgebungen in Folge. Ab 11.00 Uhr versammelten sich die Neonazis aus Dessau-Roßlau, Landkreis Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld im Bitterfelder Stadtgebiet wo sie für etwa zwei Stunden die erste Kundgebung abhielten. Nach einem Zwischenstop auf einem Spielplatz nahe der Dessauer Allee in Wolfen-Nord machten sich die Rechtsextremen auf nach Dessau-Roßlau, um auf der Museumskreuzung von 15.00 bis 16.30 Uhr eine zweite Kundgebung abzuhalten. weiter…
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27. Oktober 2008 / Köthen: Rechtsextremes Ladengeschäft will “die Katze aus dem Sack” lassen
sportlichen Chick gibt`s im Laden – das wahre Angebot ist im Internet zu finden
In den Nachmittagsstunden des 27. Oktobers 2008 lässt „Nordic Flame“ in der Köthener Lohmannstraße die Hüllen fallen. Das extrem rechte Ladengeschäft, welches plant hier zukünftig sein breites Angebot menschenverachtender Devotionalien zu verkaufen, hat die schwarzen Folien vor den Schaufenstern entfernt. Ein Teil des Angebotes wird in den Fenstern präsentiert, aber nur solche Stücke, die den unbedarften Köthener Passanten nicht anstößig erscheinen sollen. weiter…
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20. Oktober 2008 / Köthen: »Nordic Flame« “brennt” in Köthen weiter
Extrem rechter Szeneladen zieht von Bernburg nach Köthen
Seit Anfang Oktober `08 ist das extrem rechte Ladengeschäft „Nordic Flame – Street and Fightwear“ in Bernburg geschlossen. „Wir haben schon, nicht weit von Bernburg, neue Räume bezogen. Wenn wieder alles fertig ist, lassen wir es Euch wissen.“, ist auf der dazu gehörenden Internetpräsenz „Odins-Eye“ zu lesen. „Nicht weit von Bernburg“ im Landkreis Anhalt-Bitterfeld liegt Köthen, eine Hochburg des Karnevals mit knapp 30.000 Einwohnern. Der Neonazi-Versandhandel führt quasi alles was das rechtsextreme Herz begehrt und zukünftig scheint er dies in Köthen zu tun. Zwischen einem Standort der Hochschule Anhalt und dem Köthener Krankenhaus in der Lohmannstraße wird seit kurzem ein Verkaufsgeschäft mit schätzungsweise 45-50 Quadratmetern renoviert. Noch sind die Schaufenster mit schwarzer Folie abgeklebt, scheinbar will man sich nicht in die Karten gucken lassen. Seit wenigen Tagen ist erkennbar, dass im Innenraum der Verkaufseinrichtung bereits in großen Lettern der Schriftzug „Nordic Flame“ an der Wand prangt. weiter…
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11. Oktober 2008 / Zwickau: „Die Positionen die wir vertreten haben schon unsere Väter, Großväter und Urgroßväter vertreten“
Für den 11. Oktober 2008 riefen die „Nationalen Sozialisten Zwickau“ zu einem Aufmarsch unter dem Motto: „Regionalwirtschaft statt Globalisierung“ durch Zwickau auf. Etwa 220 Neonazis, von NPD bis Kameradschaftsspektrum, folgten dem Aufruf und zogen vom Hauptbahnhof aus durch die Innenstadt.
Unter dem Aspekt der szeneinternen Solidarität wurde dieser Aufmarsch am 20. September 2008 bereits zugunsten einer Neonaziveranstaltung in Dessau-Roßlau verschoben. Die Rechtsextremisten wollten sich nicht gegenseitig die Mitläufer ausspannen und sich andererseits wechselseitig unterstützen. Hatten am 20. September doch einige Neonazis aus dem süd-sächsischen Raum den Weg nach Dessau-Roßlau gefunden, wurde ihnen die Solidarität aus der anhaltiner Region nur marginal zuteil. Trotz lauthalser Kommentare unter dem Aufruf des „Freien Netz Zwickau“, in dem User schrieben: „Dessau steht hinter euch bis zum 11.10.08“, fanden weniger als eine Hand voll Dessauer Nachwuchsaktivisten den Weg in die Stadt des Sachsenrings. weiter…
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20.September 2008 / Dessau-Roßlau: mit Gewalttätern, Bombenbauern und Brandstiftern gegen linke Gewalt…
„Solidarität mit dem Kameraden Alexander“ – Pflege der eigenen Opferrolle hat Hochkonjunktur
Am 20.September 2008 veranstalteten Neonazikameradschaften aus Dessau-Roßlau und Umgebung in Zusammenarbeit mit NPD und JN einem Aufmarsch im Dessauer Stadtgebiet. Unter dem Motto: „Gesicht zeigen gegen linke Gewalt“ mobilisierten sie, nach dem 08.März und dem 31.Mai bereits zum dritten Aufmarsch in diesem Jahr überregionale Neonazis in die Stadt. weiter…
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08. September 2008 / Sachsen-Anhalt: Vorstandskollaps der NPD Sachsen-Anhalt
“npd-sa” – Zerwürfnis in eigener Sache. Dokument einer Schlammschlacht um Machtspielchen, Kompetenzfragen und Prinzipientreue oder Versteckspiel. Im Landesverband der “npd-sa” brodelt der Kessel schon lange um die Frage: ‘Sind wir Wölfe im Schafspelz oder Wölfe im Wolfspelz?’
Im folgenden dokumentieren wir den Text der sieben von neun zurückgetretenen Vorstandsmitglieder der NPD Sachsen-Anhalt, wie er für etwa vier Stunden auf der Seite des Landesverbandes einzusehen war: weiter…
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23. August 2008 / Quedlinburg: „Nationaler Sozialismus – jetzt – jetzt – jetzt!“ noch nicht
Was lange währt wird endlich gut. – könnte man meinen… aber Nationaler Widerstand im Harz übt wohl noch.
Nachdem die „Aktionsfront Harz“ (oder wahlweise auch „Autonome Nationalisten Harz“) nach zweimaliger Terminverschiebung am 23. August 2008 nun doch noch in Erwägung zogen, ihren Aufmarsch unter dem Motto: „Kapitalismus zerschlagen“ in Quedlinburg durchzuführen, fanden von den angemeldeten 800 Teilnehmern weniger als ein Zehntel den Weg in die Harz-Stadt.
Da das Label „Autonome Nationalisten“ auch in Sachsen-Anhalt in den zurückliegenden Monaten seine Fashion-Opfer in der Neonaziszene gefunden hat, hätte man doch glauben mögen, ein Aufmarsch, der explizit diese Klientel anspreche, käme genau zur richtigen Zeit. Zudem hätte der Schulterschluss mit der als „Systempartei“ verschrienen NPD in Sachsen-Anhalt vermuten lassen, hier im Bundesland, konkreter im Harz mit diesem Bestreben auch am richtigen Ort zu sein. Die Realität vor Ort sah am vergangenen Samstag Mittag allerdings gänzlich anders aus. weiter…
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05. Juli 2008 / Sangerhausen: NPD-Sommerfest
Unter dem Motto „Anpacken – Aufräumen – Aufbauen“ veranstaltete der Landesverband der neonazistischen NPD am 05. Juli 2008 das zweite „Sommerfest der nationalen Bewegung“ in Sangerhausen. Mit 200 bis 220 Teilnehmern hat sich die Sympathisantenzahl dieses Jahr fast halbiert. Da dieses niederschwellige, jugendkulturell ausgerichtete Event zur szeneübergreifenden Vernetzung und Vorbereitung auf die Wahlen im kommenden Jahr angepriesen wurde, bleibt zu hoffen, dass die verminderte Teilnehmerzahl (350 – 400 in 2008 ) ein Vorzeichen auf die Entwicklung der Neonaziszene und den Wahlkampf der NPD darstellt. weiter…
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27. Juni 2008 / Wittenberg: JN-Kundgebung
Für Freitag, den 27. Juni 2008, meldete Philipp Valenta, der Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzendeder NPD-Jugendorganisation, eine Kundgebung auf dem Wittenberger Marktplatz an. Ihrer Forderung nach einem nationalen Jugendzentrum wollten die Neonazis laut Anmeldung von 18.00 bis 22.00 Uhr Ausdruck verleihen. weiter…
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17. Juni 2008 / Halle: JN-Kundgebung
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Restbaustelle // alte Bildergalerie zur regionalen rechtsextremen Szene
Diese Sammlung soll keinesfalls eine Dokumentation rechtsextremer Aktivitäten darstellen. Wir versuchen an dieser Stelle lediglich, dem Rechtsextremismus in der Region Anhalt anhand einzelner Auszüge ein Gesicht zu verleihen.
Unser Ziel ist es, Opfern und potentiellen Opfern rechtsextremer Gewalt Hilfestellung zu geben, um mögliche Täter, nach Bedrohungen, Beleidigungen oder gar Gewalttaten, zu identifizieren. Es geht auch darum, Rechtsextremisten in der Schule, auf der Arbeit oder in der Nachbarschaft schlicht und einfach als solche zu erkennen und einschätzen zu können.
Wir verzichten hier bewußt darauf, mit Klarnamen der gezeigten Personen zu arbeiten.
An gegenseitigem Austausch von Informationen und weiterem Material sind wir stets interessiert.
Jegliche Informationen und Kontaktdaten werden von uns natürlich vertraulich behandelt.
Bitte schreibt uns: Kontakt: recherche@infothek-dessau.de
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“Freie Nationalisten Dessau” und “Freie Nationalisten Aken/Elbe”
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NPD-Demonstration am 15. September 2007 in Quedlinburg
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NPD-Sommerfest am 04. August 2007 in Sangerhausen
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“Freie Nationalisten Dessau/Anhalt”
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NPD-Sommerfest am 04. August 2007 in Sangerhausen
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“Freie Nationalisten Bernburg/Köthen” (bzw. JN Bernburg/Staßfurt)
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NPD-Demonstration am 15. September 2007 in Quedlinburg
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NPD-Sommerfest am 04. August 2007 in Sangerhausen
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“Freie Nationalisten Dessau/Anhalt”
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07. Januar 2007 Bekannte Personen der “Freien Nationalisten Dessau/Anhalt” versuchten am Rande der Demonstration in Gedenken an den verstorbenen Oury Jalloh zu provozieren. Im Vorfeld hatten sie als Gruppe bereits einen alternativen Jugendlichen im Stadtgebiet verfolgt.
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28. Oktober 2006 Bitterfeld
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25. Februar 2006 in Schönebeck
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Mitglieder und Sympathisanten des NPD Kreisverbandes Anhalt-Bitterfeld
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Carola Holz; NPD-Landesvorsitzende und Vorsitzende der NPD-Fraktion Anhalt-Bitterfeld, hier auf der NPD-Demonstration am 28. Oktober 2006 in Bitterfeld
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Andreas Köhler, Schatzmeister der NPD-Fraktion Anhalt-Bitterfeld und neben Carola Holz der zweiter NPD-Vertreter im Kreistag Anhalt-Bitterfeld
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Mitglieder und Sympathisanten des NPD-Kreisverbandes Anhalt-Bitterfeld, hier vor und während der konstituierenden Sitzung des neugewählten Kreistages am 12. Juli 2007
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07. Juli 2007 am Hauptbahnhof Dessau
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19. Mai 2007 NPD-Informationsstand in Köthen























